SWN-Betriebshof : Busfahrer streikten für mehr Geld

Die streikenden Mitarbeiter trafen sich am Mittwochmorgen auf dem SWN-Betriebshof an der Rendsburger Straße.
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Die streikenden Mitarbeiter trafen sich am Mittwochmorgen auf dem SWN-Betriebshof an der Rendsburger Straße.

Am Mittwochmorgen stand in Neumünster der Busverkehr still. Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Warnstreik aufgerufen.

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02. März 2017, 09:00 Uhr

Neumünster | Pünktlich zum Betriebsbeginn herrschte gestern um 4.15 Uhr reges Treiben auf dem Betriebshof der Stadtwerke (SWN) an der Rendsburger Straße, aber bis 9 Uhr verließ kein einziger Bus das Gelände. Die Gewerkschaft Verdi hatte alle Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen – und die beteiligten sich rege. Rund 60 der 80 Mitarbeiter waren vor Ort. "Uns war wichtig, dass sich viele Menschen beteiligen. Die Stimmung war wirklich super. Die Leute haben engagiert mitgemacht, hier fuhr kein Bus vom Hof“, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Almut Auerbach.

Das große Chaos in der Stadt blieb am Mittwochmorgen aus. „Bei mir sind keinerlei Beschwerden von Fahrgästen aufgelaufen. Vielleicht liegt das daran, dass im Internet und im Radio am Dienstag zeitnah über den Warnstreik informiert wurde. Dadurch waren die Leute gut darauf eingestellt“, sagte Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt gegenüber dem Courier. Bis 9 Uhr blieben alle Busse im Depot, danach wurde der Betrieb wieder aufgenommen. „Ab 10 Uhr lief der Verkehr wieder normal“, so Schmidt.

Auch an den Schulen hat der Warnstreik für keine größeren Probleme gesorgt.  „Wir hatten nur ganz wenige Schüler, die zu spät gekommen sind, das haben die Eltern anscheinend gut geregelt“, sagte Stefanie Paulsen aus dem Sekretariat der Alexander-von-Humboldt-Schule in Einfeld.  Ähnlich war die Situation an der Gemeinschaftsschule  Brachenfeld. „Uns ist nichts Gravierendes aufgefallen“, sagte Schulleiterin Silke Rohwer. Und auch Norbert Freund von der Gemeinschaftsschule Faldera bestätigte: „Hier gab es keine größeren Ausfälle, der Schulbetrieb läuft ganz normal.“

Die dritte Runde der laufenden Tarifverhandlungen hatte am Dienstag keine Einigung gebracht. Die Gewerkschaft Verdi lehnte ein Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbands Schleswig-Holstein über 2,2 Prozent Lohnerhöhung mit einer Laufzeit von zwölf Monaten ab. Sie verlangt stattdessen für die Busfahrer ein Plus von 145 Euro monatlich. Eine neue Gesprächsrunde soll am 23. März stattfinden.
 

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