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Neumünster : Busfahrer der Stadtwerke dürfen schwitzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtwerke Neumünster (SWN) haben jetzt für ihre Busfahrer einen Fitnessraum

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 15:00 Uhr

Neumünster | Zusammen mit der AOK arbeiten die Stadtwerke (SWN) daran, die Gesundheit ihrer Belegschaft gezielt zu fördern und zu erhalten. Diese Kooperation entstand Mitte dieses Jahres und ist bis 2020 ausgelegt. Dabei stehen vor allem die Busfahrer des SWN-Verkehr im Zentrum der Aktionen.

Schon im Mai wurden diese mit Schrittzählern ausgestattet, um auf ausreichend Bewegung zu achten (der Courier berichtete). Diese Kooperation geht nun in ihre zweite Phase. Im Dachgeschoss des Betriebsgebäudes wurde gestern ein Fitnessraum eröffnet. „Diesen dürfen und sollen alle unsere Mitarbeiter gerne und viel benutzen“, sagte Tino Schmelzle, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Man sei günstig an die Geräte gekommen. Ein Fitness-Studiobesitzer aus dem Rheinland wollte hier ein Studio eröffnen. Dazu kam es allerdings nie. Hier griffen die Stadtwerke zu und kauften die professionellen Geräte auf. Die Räumlichkeiten im Dachgeschoss wurden zudem nicht verwendet. Dieser Leerstand wurde nun sinnvoll genutzt.

„Eine Umfrage unter den 65 Busfahrern hat ergeben, dass sie gerne einen Fitnessraum im Betriebsgebäude hätten“, erklärt Sonja Kessal, Verkehrsleiterin bei SWN.

Zu diesen gehört auch Alban Cukali. „Es ist traumhaft. Das haben wir uns immer gewünscht“, sagt er beim Blick in den neuen Raum. Er möchte hier vor allem seinen Rücken stärken.

Die Fahrer bekommen vor ihrem ersten Training eine professionelle Einweisung. Die AOK hat dafür den Kontakt zum Physiotherapeuten Sebastian Maiwald vermittelt. Dieser wird mit allen einen Plan für das Training ausarbeiten und auf die korrekte Ausführung der Übungen achten.

„Das ist eine super Sache. So kann man direkt nach der Arbeit nochmal eine Stunde Sport machen“, sagt auch Florian Schult, der stellvertretende Werkstattleiter. Er betont, dass viele der Busfahrer gerne mehr für ihre Gesundheit tun würden, aber im anstrengenden Schichtbetrieb sei dies nicht immer möglich gewesen.

„Wir arbeiten hier viel mit sogenannten Streckern“, sagt Maiwald. Vor allem im Rücken und den Beinen seien Streckungen wichtig, da die Busfahrer viel vornübergebeugt sitzen. Hinzu kommen Geräte für Nacken, Schultern und den Rücken. „Die Busfahrer sollen die Muskeln trainieren, die im Alltag bei ihnen zu kurz kommen, um gesund zu bleiben“, erklärt Maiwald. Das Ziel der Maßnahme ist es, ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement zu fördern. Gestern konnten die Busfahrer zudem kostenlos von der AOK eine Venenmessung, einen Balance-Check und eine Wirbelsäulenanalyse vornehmen lassen.

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