„Neumünster singt und spielt“ : Buntes musikalisches Kaleidoskop

Mit 1000 Akteuren feierte die Veranstaltung 20. Geburtstag.

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16. März 2019, 14:54 Uhr

Sterne funkelten, Nebelschwaden waberten – und Levi Petersen ließ es krachen: Das 20-jährige Schlagzeug-Ausnahmetalent trommelte mit einer bombastischen Licht-Show die Komposition „Winter.0“ zu Vivaldi-Klängen. „Na, ist das ein Auftakt?“, fragte Festival-Organisator Johannes Nicolaysen – das Publikum antwortete mit tosendem Applaus. Zum 20. „Neumünster singt und spielt“-Festival präsentierten sich an zwei Tagen vor 1200 Zuschauern 1000 Akteure vom Chorsänger bis zum Schulkind in drei Vorstellungen im Theater in Höchstform.

Die Mischung macht’s: Auf Schlagzeug-Klassik folgten fröhliche Volkslieder, Operettenmelodien, Gospel, Pop, Musical-Hits, Shantys, gewürzt mit elegantem Standardtanz, sinnlichem Bauchtanz, fließenden Ballett-Formationen, Line-Dance und fetzigem Hip-Hop. Viele Gruppen hatten sich Schelmereien ausgedacht – „leichte“ Damen, ein Zwitscherstreit, eine Parodie auf den Fitnesswahn von Stefanie Steup auf die Melodie „Atemlos“ oder Katzenmusik mit „Miau“ und Gefauche. In jeder Vorstellung fusionierten Chöre zu Mammut-Klangkörpern – Riesenapplaus erhielten 70 quirlige Vicelinschüler, die mit dem Holstein-Chor „Freude schöner Götterfunken“ zelebrierten.

Der Sonntag war mit gut 450 Besuchern der besucherstärkere Tag. Der Projektchor der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Lichtblick-Chor gaben einen inklusiven Auftritt. Proppevoll wurde es auf der Bühne, als über 100 Schüler und Lehrer der Alexander-von-Humboldt-Schule zur Musik einer kleinen Schulband Popsongs sangen.

„Es ist immer wieder großartig. Ich habe versucht, den Bundespräsidenten zu überreden, länger zu bleiben“, scherte Landtagspräsident Klaus Schlie. Dem Gründer des Festivals, Ortwin Kaschner (86), wurde der Goldene Notenschlüssel verliehen. Für ihn sang „Swinging Großensee“ die Festival-Hymne.

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