Walther-Lehmkuhl-Schule Neumünster : Bundesweit einmalige Ausbildung

Jannis Ehrich experimentiert mit einem Helium-Neon-Laser an der Walther-Lehmkuhl-Schule.
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Jannis Ehrich experimentiert mit einem Helium-Neon-Laser an der Walther-Lehmkuhl-Schule.

Physikalisch-technische Assistenten mit Schwerpunkt Lasertechnik werden an der Walther-Lehmkuhl-Schule unterrichtet

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18. Januar 2018, 10:30 Uhr

Neumünster | Die Walther-Lehmkuhl-Schule (WLS) will sich ab dem kommenden Schuljahr noch breiter aufstellen. Dazu wurde der Bildungsgang zum Physikalisch-technischen Assistenten mit Schwerpunkt Lasertechnik (PhyTA) geschaffen. Diese Ausbildung ist deutschlandweit einmalig.

Doch was verbirgt sich dahinter? Im Prinzip geht es darum, den Umgang mit der Lasertechnologie zu erlernen. Diesem kommt in der modernen Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle zu. „Wir haben gemerkt, dass gerade hier der Fachkräftemangel enorm zuschlägt“, erklärt Hans Neuwerk von der WLS. Dem möchte man jetzt entgegenwirken. Dazu hat man sich auch mit der Firma Nutech vom Ilsahl abgesprochen. „Wir werden bei Betriebspraktika, die in der Ausbildung vorgesehen sind, helfen“, sagt Theodor Fleitmann, Geschäftsführer bei Nutech. Der zweijährige Bildungsgang wird eine große Praxisorientierung aufweisen. Aufnahmevoraussetzung ist der Mittlere Schulabschluss. Nach zwei Jahren dürfen die Absolventen sich dann Physikalisch-technische Assistenten mit Schwerpunkt Lasertechnik nennen und haben die Fachhochschulreife erlangt. Um den Schülern bestmögliche Voraussetzungen zu bieten, wird aktuell ein sogenannter Ytterbium-Laser im Wert von 100 000 Euro angeschafft. Jedes Jahr können 26 Schüler die Ausbildung beginnen. Die Bewerbungen können im Februar an die WLS geschickt werden.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht Theodor Fleitmann gute Chancen.

Alleine in Schleswig-Holstein sind 60 Unternehmen auf Nachwuchs bei den Lasertechnikern angewiesen.

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