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IHK-Bestenehrung : Bundessieger im Prüfungsstress

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Christian Voßbeck (23) musste einen Tag nach seiner Ehrung als Deutschlands bester Tiefbaufacharbeiter bei der Prüfung zum Straßenbauer ran

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erstellt am 09.Dez.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | „Tiefbau ist mehr, als Verkehrsstaus zu verursachen. Man hat jeden Tag neue Aufgaben in ganz unterschiedlichen Bereichen“, sagt Christian Voßbeck. Der 23-jährige Großenasper hält nicht nur die Krone als IHK-Landesbester seines Fachs, sondern ist mit der Top-Prüfungsnote von 94 Prozent auch Deutschlands bester Tiefbaufacharbeiter.

Die Ausbildung machte Christian Voßbeck beim Unternehmen Krebs & Suhr an der Ruhrstraße und ist hier der erste Bundessieger. Dabei hatte der Holstenschüler nach dem Abitur eigentlich sofort vor, Bauingenieurwesen zu studieren, und nur nach dem dafür nötigen Vorpraktikum Ausschau gehalten. Das machte im Sommer nach der Schule so viel Spaß, dass Voßbeck das inzwischen aufgenommen Studium unterbrach, um doch eine Ausbildung zu absolvieren.

Bei dieser war Christian Voßbeck auf vielen großen Baustellen dabei, etwa beim Milchtrocknungswerk oder beim Neubau von Famila am Haart. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Nach zwei Jahren ist man Tiefbaufacharbeiter, nach drei Straßenbauer“, erläutert Voßbecks Chef Frank Schlemmer und zollt seinem ausgezeichneten Azubi Respekt. Christian Voßbeck zieht in verkürzter Form den Straßenbauer nach und hat sich bereits für einen Studienplatz an der Fachhochschule in Lübeck beworben. Nur einen Tag nach der Ehrung der IHK-Bundessieger in Berlin stand an der Landesberufsschule in Rendsburg bereits die schriftliche Prüfung der Straßenbauer an. Bis Januar ist Christian Voßbeck noch im Betrieb, dann startet das Studium.

„Christian geht den gleichen Weg wie ich in meiner Jugend. Erst Lehre, dann Studium“, sagt Schlemmer und steht zum Rat: Wer als Bauingenieur arbeiten will, sollte den Beruf möglichst von der Pike auf erlernen. Schlemmer: „Wir bilden nicht nur für Krebs & Suhr, sondern für unsere Branche aus.“ Man merkt: Hier spricht auch der Vorsitzende des Landesausbildungszentrums in Ahrensbök. Schlemmer: „In der Branche werden hochausgebildete Fachkräfte gebraucht. Christian wird sich sein Leben lang nicht um seine beruflichen Chancen Sorgen machen müssen. Ich hoffe, dass er als Student auch bei uns in den Ferien als Fachkraft arbeitet.“

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