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Fahrscheinverkauf der Bahn : Bundespolizei informierte über Gauner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unter dem Motto „Hände weg vom Billigticket“ klärten Polizisten über zwielichtige Verkaufsaktionen von Tickethändlern auf

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2014 | 06:45 Uhr

„Hände weg vom Billigticket“ – mit diesem Spruch warnten Bundespolizisten und Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit am Sonnabend im Bahnhof. Eine spezielle Gruppierung von Gaunern hat sich darauf spezialisiert, Bahnreisenden vermeintlich billige Fahrkarten anzudrehen.

Es gibt mehrere Varianten: „Den Reisenden wird angeboten, sie im Rahmen eines Gruppentickets mitzunehmen“, erklärte Hanspeter Schwartz, Sprecher der Bundespolizei. Während es sich die ahnungslosen Reisenden im Zug gemütlich machen, ist der Händler längst wieder ausgestiegen. „Der Täter ist um ein paar Euro reicher, und der Fahrgast macht sich wegen des Erschleichens von Leistungen strafbar. Im Volksmund sind es Schwarzfahrer“, erläuterte Schwartz weiter.

Die zweite Methode ist noch dreister, denn die Tickethändler verkaufen sogar bereits entwertete Fahrscheine. „Manche Bahnreisende achten gar nicht darauf oder nehmen es sogar bewusst in Kauf“, sagte Polizist Schwartz.

Erich Kneipp aus Rendsburg fand die Aktion im Bahnhof gut. „Ich wurde selber mal im Hamburger Hauptbahnhof angesprochen. Ich werde künftig noch aufmerksamer sein“, sagte er. Auch Christa Rohwer aus Jevenstedt machte in Hamburg schon Bekanntschaft mit den Verkäufern, fiel aber nicht auf die Masche herein. „Bisher kam es auch nicht wieder vor“, erzählte sie.

Laut Hanspeter Schwartz ist Neumünster kein Schwerpunkt für diese organisierten Verbrecher. „Nachdem wir Szenen in Flensburg und Elmshorn eindämmen konnten, wollen wir mit Aktionen wie dieser verhindern, dass sich andernorts ein neuer Markt erschließen kann“, sagte der Bundespolizist. Bis in den Nachmittag hinein verteilten Schwartz und seine Kollegen Informationsbroschüren. Zeitgleich fand die Aktion auch in den Bahnhöfen in Kiel und Lübeck statt.


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