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Boostedt : Bürgermeister bekommt keine Sekretärin

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Finanzausschuss will keine neue Stelle schaffen. Amt soll zusätzliche Aufgaben übernehmen.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 09:45 Uhr

Der Boostedter Finanzausschuss tagte unter der Leitung von Bernhard Tackmann (CDU), aber die Mitglieder taten sich schwer, die Tagesordnungspunkte mit Beschlüssen abzuarbeiten.

Jetzt endgültig abgelehnt wurde jedoch der beantragte Zuschuss des Tennisclubs zur Sanierung des Vereinsheims (der Courier berichtete), da auch der Kreissportbund (KSB) keine Fördermittel bereitstellt. Damit sei die angewandte Drittellösung zwischen Verein, Gemeinde und KSB nicht gewahrt. Somit wird sich die Gemeinde nicht an den Kosten beteiligen, hieß es in der Begründung.

Offen bleibt dagegen der Förderantrag des Schützenvereins zur dringend notwendigen Erneuerung der Heizungsanlage sowie des Daches und des Sanitärbereiches im Schützenheim. Für die Sanierungskosten von 118 000 Euro liegen zwar Förderzusagen des KSB vor. Unklar blieb jedoch die Höhe des Anteils, den die Schützen einbringen können. Hierzu sollen nun bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung am 16. Dezember weitere Informationen eingeholt werden.

Auch beim Antrag zur Schaffung einer gemeindlichen Sekretärinnenstelle zur Entlastung des Bürgermeisters kam der Ausschuss zu dem Schluss, dass diese Leistung aus der Amtsverwaltung heraus erbracht werden müsse. Im einstimmigen Beschluss hieß es dazu, dass die Gemeinde kein eigenes Personal unterhalten will. In diesem Zusammenhang soll jetzt ein Konzept zur Serviceverbesserung der Leistungen aus der Amtsverwaltung in einem Arbeitskreis aus den Fraktionen und der Amtsverwaltung erarbeitet werden.

Bürgermeister Harmut König zeigte sich enttäuscht über diesen zeitlichen Aufschub. Sein Bedarf an Unterstützung bestehe jetzt und nicht erst im Laufe des nächsten Jahres, sagte er. „Es sei immer die Maxime gewesen, dass der Boostedter Bürgermeister auch im Beruf stehen könne, doch diese Arbeit kann ich als Vollzeitbeschäftigter für eine Gemeinde dieser Größe ohne Unterstützung nicht leisten“, führte König weiter aus.

Diskussionen gab es auch wegen des vertragsgemäß zu erhöhenden Elternbeitrags für die Kindertagesstätte (der Courier berichtete). Da nicht die Gemeinde, sondern die Kirche der Träger der Einrichtung sei, müsse sich diese nun auch Lösungen für den benötigten Differenzbetrag einfallen lassen. Eine Entscheidung wurde mit dem mehrheitlich befürworteten Antrag zur Bildung einer Arbeitsgruppe zurückgestellt.

In der Haushaltsberatung waren sich die Kommunalpolitiker dann wieder überwiegend einig. So sollen Investitionen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro getätigt werden. Darunter fallen unter anderem Maßnahmen in der Schule (135 000 Euro), die Sanierung der Bahnhofstraße (115 000 Euro) sowie drei Trinkwasserbrunnen für etwa 200 000 Euro.

Mit den Einnahmen aus dem Steueraufkommen in Höhe von 470 000 Euro und dem Erlös aus den Verkäufen in den Baugebieten in Höhe von 900 000 Euro seien im kommenden Jahr keine Entnahmen aus den bestehenden Rücklagen notwendig, da die laufenden Kredite in Höhe von 1,1 Millionen Euro erst 2015 fällig werden.



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