zur Navigation springen

Integration : Bürger sollen aktiv mitgestalten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neues „Forum der Vielfalt“ löst den früheren Runden Tisch ab

„Schleswig-Holstein ist ein Einwanderungsland“, sagte Innenminister Andreas Breitner und warb gestern in der Vicelinschule „für eine Anerkennungs- und Willkommenskultur“. Der Auftakt in Neumünster ist gemacht mit der Gründung eines „Forums der Vielfalt“. Dieses Gremium tritt an die Stelle des früheren Runden Tisches für Integration und ist offen für alle Neumünsteraner. Ziel ist es, in den kommenden Monaten ein Integrationskonzept für die Stadt zu erarbeiten.

12 000 Menschen mit ausländischen Wurzeln und aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen leben in Neumünster. „Genau diese Vielfalt macht die Stärke unserer Stadt aus“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Er mahnte aber auch: „Das Zusammenleben vieler Kulturen wirft auch Probleme und Fragen auf.“ Gelungene Integration müsse gelernt und erarbeitet werden.

Das versuchten gestern schon einmal mehr als 100 Besucher des Forums in einer Art Werkstattcafé und diskutierten dabei über Themen wie Bildung und Arbeitsmarkt, Fremdenfeindlichkeit oder interkulturelle Öffnung der Verwaltung. Dabei zeigte sich, dass das „bürgerschaftliche Engagement von Migranten ausgeprägter ist, als vielfach wahrgenommen wird“, sagte Özlem Ünsal.

Mut macht nicht nur das große Interesse am Forum, sondern auch eine Bürgerbefragung im Vorfeld. „Wie lebt es sich in Neumünster?“, wollten Hanna Brier und Udo Gerigk von der Koordinierungsstelle für Integration wissen. 442 Einheimische und Ausländer antworteten. Auf die Frage, was besonders an Neumünster gefällt, wurden am häufigsten die eigenen sozialen Beziehungen, also freundliche Menschen, Familie, Freunde, Nachbarn und das multikulturelle Miteinander genannt. Auch bei den Bildungs-, Freizeit- und Kulturangeboten sowie der Gesundheitsversorgung kann die Stadt punkten. Die Chancen, in Neumünster einen Arbeitsplatz zu finden, von dem man leben kann, wurden dagegen als eher gering beurteilt. Tauras: „Egal, ob positiv oder negativ: Wir müssen gemeinsam an den Punkten arbeiten. Integration bedeutet Miteinander.“

 

zur Startseite

von
erstellt am 13.Feb.2014 | 13:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen