Rendswühren : Bürger sind sauer über die Landesplanung

In Grisenbötel ärgern sich die Bewohner über den geplanten Windpark. .
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In Grisenbötel ärgern sich die Bewohner über den geplanten Windpark. .

Griesenbötel: Windräder sollen 550 Meter Abstand zu den Häusern haben

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22. Juni 2014, 08:45 Uhr

Rendswühren | Fünf bis sechs 150 Meter hohe Windkraftanlagen sollen auf Gönnebeker Gebiet hinter dem Rendswührener Ortsteil Griesenbötel gebaut werden. Etwa 60 Menschen leben hier und haben sich dagegen gewehrt, dass die Anlagen dicht an ihren Wohnhäusern stehen und auch an den Ministerpräsidenten geschrieben. Nach dem letzten Stand der Planungen müssen sich die Griesenböteler aber wohl mit einem Abstand von 550 Metern zufrieden geben.

Während der Sitzung der Rendswührener Ortspolitiker am 4. Juni hatte Bürgermeister Dr. Thomas Bahr noch Hoffnung, dass ein interkommunales Abstimmungsgespräch im Kieler Innenministerium helfen könnte, die Planungssituation für Griesenböteler Einwohner zu verbessern. „Die Hausbesitzer im Ortsteil Griesenbötel müssen sich aber wohl mit Abständen von nur 550 Meter anfreunden“, sagte Bahr und zeigte sich enttäuscht über den aktuellen Planungsstand. Die Gönnebeker Planer halten den dreifachen Höhenabstand der Anlagen, sprich 3 mal 150 Meter und zusätzlich 100 Meter Abstand und damit insgesamt 550 Meter von der ersten Anlage bis zum nächsten Haus ein. „Daran will auch die Landesplanung nichts ändern und regulierend eingreifen“, sagte Bahr. Üblich seien bei geschlossenen Ortsteilen sonst Mindestabstände von 800 Metern. „Das Problem für den Rendswührener Ortsteil bleibt die fehlende Anerkennung als geschlossener Siedlungsteil“, so Bahr. Das Kieler Gespräch habe lediglich einen losen Appell an die Planer gebracht. „Wir haben die möglichen Mindestabstände bereits freiwillig nicht ausgereizt“, hatte Mitplaner Knut Hamann aus Gönnebek vor dem Gespräch mitgeteilt.


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