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Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 17:50 Uhr

Bordesholm : Bürger dürfen abstimmen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zeitgleich zur Bundestagswahl entscheiden die Bordesholmer über die Zukunft des Veranstaltungsplatzes.

Bordesholm | Es scheint eine Kluft zu geben zwischen dem Bürgerwillen und seinen Repräsentanten, zumindest was die Bebauung des Veranstaltungsplatzes in Bordesholm angeht. Denn der Antrag für einen Bürgerentscheid zum Erhalt der Grünfläche hat viele Unterstützer gefunden. 690 Stimmen statt der erforderlichen 630 hat das von den Grünen angestoßene Bürgerbegehren bekommen. Am 24. September dürfen alle wahlberechtigten Bordesholmer in einem Urnengang darüber abstimmen, ob das 7,4 Hektar große Grünland östlich der Landesstraße 318 bebaut werden soll oder nicht. Das beschloss die Gemeindevertretung am Donnerstagabend unter Vorbehalt, denn die geleisteten Unterschriften müssen noch auf ihre Gültigkeit geprüft werden.

„Ich gehe aber davon aus, dass die notwendigen 630 Stimmen vorliegen“, sagte Bürgermeister Helmut Tiede auf Anfrage. Das Bürgerbegehren hat den Weg zum Bürgerentscheid geebnet.

„Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis. Der Erfolg hängt auch mit unserer Flugblattaktion zusammen“, meinte Dr. Gabriele Steffen, die für die Grünen in der Gemeindevertretung sitzt und das Bürgerbegehren mitgetragen hat. Der basisdemokratische Akt des Bürgerentscheids fällt mit der Bundestagswahl zusammen. „Die Bürger Bordesholms bekommen in Kürze Wahlbenachrichtigungen zugeschickt und füllen dann am Wahltag in der Kabine zwei Wahlscheine aus. Im Unterschied zur Bundestagswahl dürfen beim Bürgerentscheid auch schon 16-Jährige mitmachen“, erklärte Helmut Tiede. Im Dezember 2016 hatte sich die Gemeindevertretung mit großer Mehrheit von SPD, CDU, FDP und UWB für die Bebauung des Veranstaltungsplatzes ausgesprochen.

Sollten sich am 24. September 20 Prozent der Wahlberechtigten am Entscheid beteiligen und mit einfacher Mehrheit dafür aussprechen, den politischen Beschluss zu kippen, ruht das Thema für zwei Jahre. Danach wird es neu verhandelt. Die Grünen möchten das Areal als Erholungsgebiet und aus Gründen des Artenschutzes erhalten. Gabriele Steffen wies darauf hin, dass die Bordesholmer demnächst Post bekommen, in der Argumente für und gegen die Bebauung aufgelistet sind.

Außerdem ist zu Anfang September eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, und in einer öffentlichen Sondersitzung am 14. September behandelt die Gemeindevertretung das Thema.

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erstellt am 22.Jul.2017 | 06:00 Uhr

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