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Grossenaspe : Bücherei mit besonderen Leihfristen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Einrichtung im Großenasper Gemeindebüro soll kein Geheimtipp bleiben.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Viel Futter für kleine und große Leseratten gibt es in Großenaspe – doch viele wissen es nicht einmal. Bereits seit 2011 existiert die Bücherei im Großenasper Gemeindebüro, Hauptstraße 2. Zur Ausleihe stehen dort unter anderem zahlreiche Krimis, Romane, Bildbände und Kinderbücher bereit. Noch scheint diese jedoch ein Geheimtipp zu sein – doch dabei soll es nicht bleiben.

„Bürgermeister Torsten Klinger hatte 2010 die Idee, da die Finanzierung des regulären Bücherbusses auf der Kippe stand. Heute verstehen wir uns als dessen Ergänzung“, erzählt der ehrenamtliche „Bibliothekar“ Michael Stenzel zur Entstehung der Gemeindebücherei.
Nach einem ersten Aufruf wurden damals rund 1000 Bücher von Spendern im Gemeindebüro abgegeben.

Heute umfasst der Bestand jedoch schon weit mehr als diese Grundausstattung. Zwischenzeitlich sind viele weitere Bände sowie auch Hörkassetten für Kinder hinzugekommen. Und zudem ist eine Fachzeitschriftenabteilung im Aufbau begriffen.

Das Besondere an der Großenasper Gemeindebücherei ist allerdings das Prinzip der Ausleihe. Hier gibt es keine festen Kosten oder Fristen. „Man behält die Bücher einfach, so lange man sie braucht“, erläutert Stenzel dazu.

Angst um seinen Bestand hat er deshalb übrigens nicht. Ganz im Gegenteil, wenn es nach ihm ginge könnte es noch weit mehr Abwechslung im Angebot geben. „Bücher sind doch etwas, dass insbesondere im Austausch noch einmal einen Mehrwert erhält“, begeistert sich der Bücherfreund für diese Form des Büchertausches.

Jeder, der sich aus dem Gemeindebüro ein Buch mitnimmt wird allerdings ganz nach seinem Gusto um eine Spende gebeten.

Der Erlös aus der Ausleihe kommt dann der Großenasper Tafel zugute. „Das können 10 Cent, aber auch ein Euro sein. Dies bleibt den Lesern überlassen. Im vergangenen Jahr konnten wir so der Tafel 30 Euro zur Verfügung stellen. Aber es ist sicher möglich, diesen Betrag noch zu erhöhen“, wirbt Stenzel zuversichtlich für die gute Sache.

Zurzeit sucht die Einrichtung Ausgaben ab dem Erscheinungsjahr 2000. „Aber auch für den Kinder- und Jugendbuchbereich könnten wir noch Neues brauchen“, berichtet Stenzel.

Abgegeben werden können die aus dem heimischen Regal aussortierten Schätze innerhalb der Öffnungszeiten des Gemeindebüros, dienstags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.

Die Gelegenheit, ihre ausgelesenen Bücher für weitere Leser zur Verfügung zu stellen, nutzte auch Ina Kollster (31) aus Großenaspe. „Das ist doch eine gute Sache. Ich freue mich, wenn noch jemand an den Büchern Freude hat“, meinte die Großenasperin, die gleich einen ganzen Wäschekorb mit Romanen mitgebracht hatte.

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