BSG muss ihren Mitgliedern tiefer in die Taschen greifen

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13. April 2011, 03:59 Uhr

Neumünster | Das leidige Thema "Beitragserhöhungen und Sonderbeiträge" bestimmte die Jahreshauptversammlung der Behinderten-Sportgemeinschaft Neumünster. 56 der rund 400 Vereinsangehörigen fanden sich zur Tagung ein.

Die Kostenentwicklung in den 15 Sparten der BSG sowie unter anderem abnehmende Zuschüsse des Kreissportverbandes (KSV), des Rehabilitations- und Behindertensportverbandes (RBSV) und der Stadt Neumünster ließen den Anwesenden keine Wahl: Sie votierten einstimmig für eine Beitragserhöhung. Unter der Vorgabe, insbesondere Jugendliche unter 18 Jahren und Mitglieder aus dem Bereich der Lebenshilfe sowie passive Mitglieder nicht zusätzlich zu belasten, was von der Versammlung wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde, präsentierte BSG-Vorsitzender Herbert Pietsch folgendes Beitragsmodell, gültig ab 1. Januar 2012: Aktive Einzelmitglieder über 18 Jahre zahlen jährlich 96 Euro (= plus zwei Euro monatlich) und Familien 156 Euro (plus drei Euro). Außerdem werden hinsichtlich einer gerechteren Verteilung der bereits im Vorjahr ausführlich diskutierten Zusatzbeiträge diese für die drei besonders kostenintensiven Abteilungen Kegeln, Koronarsport und Wassergymnastik eingeführt. Dort werden je Abteilung bei angenommen gleich bleibender Teilnehmeranzahl und pauschal 40-maliger Nutzung je Sportler jährlich 60 Euro, also 1,50 Euro pro Übungseinheit, fällig. Mitglieder, die nur den von den Krankenkassen finanzierten Rehasport ausüben, sind entsprechend gesetzlicher Regelung vom Verein sportversichert und bleiben auch weiterhin beitragsfrei.

Nicht ganz ohne war auch eine Satzungsänderung: Der BSG-Vorstand kann fortan für die Ausübung von Vereinsämtern unter Beachtung der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten eine angemessene Vergütung beziehungsweise Aufwandsentschädigung im Sinne des Einkommensteuergesetzes (ESTG) beschließen.

Für die Kassenprüfer sprach Gerd Gattermann. Er bescheinigte eine ordentliche und korrekte Kassenführung und bestätigte die bereits vom Vorsitzenden Pietsch dargestellte Schieflage der Finanzen. Auf Gattermanns Antrag hin erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung. In eben diesem wirkt der wieder gewählte Pietsch nunmehr seit 25 Jahren, davon 24 (!) als 1. Vorsitzender, mit.

Wahlen (alle einstimmig): 1. Vorsitzender: Herbert Pietsch (Wiederwahl = Ww.); Kassenwart: Hubert Lienhöft (Ww.); 1. Beisitzerin: Ilse Gabriel (Ww.); Sportwart: Rainer Studt (Ww.); Pressewart: Ingo Mruk (Ww.); 3. Beisitzer: Jennifer Baer (neu für Thomas Gille); Kassenprüfer: Norbert Kaul (neu).

Ehrungen: BSG-Ehrennadel für zehnjährige Mitgliedschaft: Hans-Jürgen Amling, Ingeborg Bornholt, Klaus-Dieter Bornholt, Alexander Fuchs, Manuela Köwitz, Jens Köwitz, Gerd Kube, Hilde Timm; goldene Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft: Monika Bredfeldt, Gerd Gattermann, Helmut Holstein, Herbert Lorenz, Renate Reddig, Reinhold Reddig, Andreas Reddig, An dreas Rößler, Dieter Seidel.

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