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Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 17:14 Uhr

Wetter : Brütende Hitze – ab ins Wasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heiße Temperaturen trieben Groß und Klein an den Einfelder See oder ins Bad am Stadtwald

Neumünster | Die einen stöhnten, die anderen genossen es: Je nachdem, wer gestern arbeiten, in die Schule musste oder frei hatte, sah die tropische Hitze mit gefühlten 40 Grad in der Sonne mit anderen Gefühlen. Wer Zeit hatte, suchte Abkühlung – am besten im Einfelder See oder im Bad am Stadtwald.

So wie Dennis (16), Baran (15), Nico (17) und Mirko (16). Die Clique trug im Nichtschwimmerbecken fröhliche Ringkämpfe aus. „Das ist das richtige Wetter“, freuten sie sich – und gaben zu: „Noch ein paar Mal machen wir das, dann ist es zu anstrengend.“

Genau das raten Ärzte bei so einer Wetterlage: „Körperliche Anstrengungen und direkte Sonne lieber vermeiden“, sagt Henrik Schlüter, leitender Oberarzt der Notaufnahme im FEK. Denn das Wetter hat auch seine Schattenseiten: „Ein spürbar erhöhtes Patientenaufkommen, überwiegend Ältere mit Kreislaufproblemen, Engegefühl im Brustkorb oder auch Kreislaufkollaps“ gab es gestern laut Schlüter.

Darum sind in den Seniorenheimen die Mitarbeiter gefragt – zum Beispiel im Hog’n Dor an der Klaus-Groth-Straße. „Wir sorgen vor allem dafür, dass alle Bewohner genug trinken, da sind wir richtig hinterher. Und wir schauen dauernd hinaus, ob jemand im Garten in der prallen Sonne sitzt“, sagt die hauswirtschaftliche Betriebsleiterin Patricia Adams. Mit mobilen Klimageräten werden besonders aufgeheizte Zimmer heruntergekühlt. „Außerdem wird statt Hockergymnastik eher gesungen. Und wir haben spontan im Hof gegrillt“, sagt sie.

Oberarzt Henrik Schlüter zitierte dazu noch augenzwinkernd eine Kollegin: „Die gibt bei Hitze gern den ‚Beduinentipp‘ – lauwarmen Pfefferminztee trinken – und nicht so kalte Getränke, denn die irritieren den Kreislauf.“

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erstellt am 24.Jun.2016 | 08:30 Uhr

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