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Brügge : Brügger Markt weicht modernem Wohnkomplex

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die alte Gaststätte wird abgerissen. Ein modernes Haus mit neun Eigentumswohnungen soll entstehen.

Brügge | Der Landgasthof Brügger Markt prägt seit etwa 200 Jahre den Ortsmittelpunkt im Schatten der St. Johanniskirche. Seit drei Jahren steht das Haus leer. Jetzt soll es abgerissen werden.

Das reetgedeckte Gebäude befindet sich seit 27 Jahren im Besitz des Ehepaares Doreen und Peter Rosenkranz aus Groß Buchwald. Vor rund drei Jahren entschloss sich das Ehepaar zum Verkauf ihrer Immobilie. Gastronom Peter Rosenkranz stellte den Gastwirtschaftsbetrieb ein. Seitdem steht das Haus leer.

„Allein in den vergangenen eineinhalb Jahren hatten wir es mit 30 Kaufinteressen zu tun. Doch alle bekamen das Objekt nicht finanziert“, berichten die Besitzer. Nun kreist über dem Haus die Abrissbirne. Die Firma Ostsee-Immobilien in Heikendorf möchte auf dem 1450 Quadratmeter großen Grundstück ein modernes Wohnhaus mit zwei Vollgeschossen und einem dritten, so genannten Staffelgeschoss bauen. „Die neun Eigentumswohnungen mit Balkon oder Terrasse werden in einer Größe von 90 bis 139 Quadratmetern angeboten. Der Quadratmeterpreis liegt um 2500 Euro“, teilte Sascha Thamm von Ostsee-Immobilien auf Nachfrage mit. Der Bauantrag wird in Kürze der Rendsburger Baubehörde zur Genehmigung vorgelegt, um das Vorhaben schon im Frühjahr 2015 in Angriff nehmen zu können.

Der Kaufvertrag mit dem Ehepaar Rosenkranz steht ebenfalls kurz vor Abschluss. Nach Aussage von Bürgermeister Werner Kärgel regt sich im Dorf kein großer Widerspruch gegen das Vorhaben. Der Investor Jörn Stübinger will die Brügger mit ins Boot nehmen und hat seine Pläne bereits einmal vorgestellt. Dabei versicherte Stübinger den Zuhörern, das Bauvorhaben im Einklang mit dem Paragrafen 34 des Baugesetzbuches umsetzen zu wollen, so dass Nutzung und Bauweise der Umgebung Rechnung tragen.

Kritische Töne gab es lediglich wegen der Größe des neuen Gebäudes. Ein leer stehendes Reetdachhaus aber, das langsam aber sicher immer unansehnlicher wird, gefällt den Brüggern auch nicht.



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erstellt am 03.Nov.2014 | 17:00 Uhr

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