Neumünster : Brüder radeln gegen den Blutkrebs

Startklar: Mit diesen Rädern wollen Benjamin (links) und Ingo Bruhn am 2. Juni gen Italien fahren.
Startklar: Mit diesen Rädern wollen Benjamin (links) und Ingo Bruhn am 2. Juni gen Italien fahren.

Benjamin und Ingo Bruhn starten im Juni mit dem Fahrrad nach Italien und sammeln.

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18. März 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Die gemeinsame Radtour hatten Benjamin (22) und Ingo Bruhn (32) schon länger geplant. Zum „Alpen-Flair-Festival 2018“ vom 20. bis 24. Juni in Südtirol soll es gehen. Doch dann bekamen der Neumünsteraner und sein Bruder aus Wulfsmoor (Kreis Steinburg) einen Prospekt der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in die Hand. Und eine neue Idee war geboren. „Wir verknüpfen unsere Radtour mit einer Spenden- und Imagefahrt für die wichtige Einrichtung“, sagen die beiden Naturfreunde. Am 2. Juni starten sie nun in Wulfsmoor unter dem Motto „Radeln gegen Blutkrebs“ zur rund 1100 Kilometer langen Tour.

Beide sind gut im Training, haben nämlich keinen Führerschein. Benjamin arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma, fährt überall mit dem Rad hin. Sein Bruder ist im Sicherheitsgewerbe tätig, radelt täglich bei Wind und Wetter rund 60 Kilometer von Wulfsmoor nach Elmshorn und zurück.

Die Route über Göttingen, Nürnberg, Ingolstadt, München und Innsbruck nach Italien ist ausgearbeitet, Flyer sind gedruckt und die ersten Sponsoren gefunden, darunter zum Beispiel die Firma Kölln aus Elmshorn, die die Brüder mit Müsli-Riegeln versorgt.

Und auch die ersten 560 Euro sind als Motivation bereits auf der Spendenplattform betterplace.org eingetroffen. „Wir haben bewusst diesen Weg gewählt, damit auch alles transparent ist“, sagt Benjamin Bruhn. 10 000 Euro sollen am Ende zusammenkommen. Ein ehrgeiziges Ziel, „jeder Euro zählt, auch wenn wir das vielleicht nicht ganz erreichen“, betont Ingo Bruhn. Das Prinzip: Jeder kann über die Plattform einen Betrag seiner Wahl als Anerkennung für die Fahrt spenden.

Die Brüder übernachten auf Campingplätzen, haben sich extra leichte Satteltaschen gekauft. „Als wir von unserem Plan erzählt haben, fragten schon einige, ob wir denn bescheuert werden. Aber sonst war die Reaktion durchweg positiv“, sagt Ingo Buhn lachend.

Wer die Aktion unterstützen möchte, findet alle notwendigen Informationen unter www.radeln-gegen-blutkrebs.de im Internet.

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