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Aukrug : Brücke der Solidarität hält 20 Jahre

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Partnerschaftsverein verbindet Aukrug und Sien. 2015 soll mit Aukruger Hilfe eine Kranken- und Geburtsstation gebaut werden

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erstellt am 26.Aug.2014 | 11:00 Uhr

Aukrug | Draußen vor dem Verwaltungsgebäude in Innien war neben den Fahnen von Schleswig-Holstein und Aukrug auch die von Burkina Faso gehisst, denn drinnen im Versammlungsraum fand eine Jubiläumsfeier statt, bei der ein Dorf des ehemaligen Obervolta im Mittelpunkt stand: Aukrugs westafrikanische Partnergemeinde Sien. Der Verein „Partnerschaft Aukrug-Sien“ feierte sein 20-jähriges Bestehen mit Trommelmusik, Ehrungen und einer Powerpoint-Präsentation zu den bisher verwirklichten Entwicklungshilfe-Projekten.

Die partnerschaftliche Verbundenheit Aukrugs zum 6000 Kilometer entfernten Dörfchen Sien sei „ein Stück gelebte Solidarität, die wir so ganz selten finden“, betonte Kreispräsident Lutz Clefsen. Wenn er nach bemerkenswerten Besonderheiten seines Amtbezirks gefragt werde, falle ihm immer auch Aukrug-Sien ein, sagte Amtsvorsteher Peter Thomsen. Der Partnerschaftsverein habe es geschafft, „die Euphorie von 1994 am Leben zu erhalten“.

„Aukrug-Sien ist ein ganz außerordentlicher Verein“, vermerkte Andrea Bastian vom „Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein“ (BEI). „Sie sind hier in Aukrug sehr gut vernetzt.“ BEI feiert gleichfalls sein 20-jähriges Bestehen mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Motto „20 Jahre – 20 Orte“, zu der auch das Aukrug-Sien-Jubiläum gehört, weshalb Bastian einen symbolischen Staffelstab im Gepäck hatte.

Die Partnerschaft von Aukrug und Sien, die seit 1997 auch eine kommunale Partnerschaft ist, sei davon geprägt, dass es „trotz der weiten Entfernung regelmäßig persönliche Kontakte gibt“, erklärte Bürgermeister Nils Kuhnke und lobte das Konzept der Vereinsarbeit: „Hilfe zur Selbsthilfe ist der vernünftigste Weg, Menschen in Entwicklungsländern Chancen zu geben.“

Den Anstoß für die Gründung des Partnerschaftsvereins gab ein Treffen ehemaliger Entwicklungshelfer in Aukrug-Bünzen, an dem 1991 auch die Botschafterin von Burkina Faso, Sophie Sow, teilnahm. „Die Vereinsgründung war schon etwas speziell und exotisch“, bemerkte Reimer Reimers, der bei der Gründungsversammlung am 3. Februar 1994 den Vorsitz übernahm, „aber man muss ja auch mal etwas Extravagantes machen, wo ein bisschen Abenteuer dabei ist.“ Von den 14 Gründungsmitgliedern waren bei der 20-Jahr-Feier acht dabei, die mit Urkunden und Sien-Kalendern für 2015 ausgezeichnet wurden: Reimer Reimers, Branko Irek, Karin Rathjens, Ulrich Teetzen, Hans-Heiner Schaalburg-Logan, Norbert Schildbach, Jürgen Nagel und Reinhard Marose. Der 1. Vorsitzende Reimers und sein Stellvertreter Irek, die ihre Vorstandsposten seit 20 Jahren innehaben, wurden zudem vom Vorstand mit je einem Obstbaum beschenkt. Auch für Bürgermeister Kuhnke gab es ein Geschenk: ein Bild des Ortseingangs von Sien, das Schaalburg-Logan gemalt hat. Das Ölgemälde werde im Leseraum des Gästehauses aufgehängt, kündigte Kuhnke an und wünschte sich, „dass bis zum nächsten Jubiläum ein weiteres Projekt verwirklicht werden kann“. 2015 soll mit Aukruger Hilfe eine Kranken- und Geburtsstation in Sien gebaut werden.

 

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