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Weihnachtsoratorium : Brillante Einstimmung auf das Fest

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bach-Konzert in der Anscharkirche: Chöre, Musiker und Solisten versetzten 300 Besucher in eine beschwingte Weihnachtsstimmung

von
erstellt am 11.Dez.2013 | 08:15 Uhr

Wenn zwei Chöre, vier Solisten und ein Kammerorchester sich zusammentun, kann daraus wunderschöne Musik entstehen. Dem Anschar-Chor, der Bramstedter Kantorei, dem Kammerorchester Altona und den vier professionellen Sängern ist das am Sonntagabend unter der Leitung von Kantor Sven Thomas Haase bravourös gelungen. „Wunderschön“, „Jetzt kann Weihnachten kommen,“ hörte man die Besucher nach dem Konzert beim Verlassen der Anscharkirche sagen.

Zwei Stunden hatten sie den Kantaten eins bis drei aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gelauscht und sich dabei in eine beschwingt feierliche Stimmung versetzen lassen.

„Unser Chorleiter Sven Thomas Haase achtet besonders auf eine deutliche Aussprache und ein zügiges Tempo,“ berichtete das Chormitglied Dr. Beate Jentzen. Dieser Anspruch war bereits im ersten Chorstück zu hören. „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“ erfüllte vom ersten Ton an den gesamten Kirchenraum mit sauber artikulierten Klängen. Das der Bachschen Musik innewohnende tänzerische Element entlockte Haase den Sängern und Instrumentalisten durch sein präzises, unaufgeregtes Dirigat. Dass die beiden insgesamt 80 Sänger fassenden Chöre und die 30 Musiker das Werk im Vorweg nur sechs Mal gemeinsam in voller Länge geprobt hatten, war zu keinem Zeitpunkt spürbar. Weder Unsicherheit, noch falsche Einsätze, dafür Spiel- und Singfreude bei allen Beteiligten. Als etwa das Orchester den Chor zum fulminanten „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ begleitete, ging ein ehrfürchtiges Raunen durch die Kirche.

Es gab auch leise Töne. Und die waren besonders schön, als die Altistin Anne Friedemann die Arie „Schließe, mein Herze, dies selige Wunder“ sang und von der Konzertmeisterin des Kammerorchesters Altona auf der Geige begleitet wurde. Freude am Singen und der Musik strahlten die Sopranistin Ulrike Staude und der Mann mit der Bassstimme, Jörg Hempel, aus. Strahlender Gesang und zwei strahlende Gesichter offenbarten sich dem Publikum während der Arie Duetto (Bass und Sopran) „Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen“.

„Wenn gut eingesungene Sänger auf ein ambitioniertes Orchester treffen, empfindet das Publikum die Schönheit der Musik gleich doppelt,“ beschrieb Haase die Stimmung des Abends. Die Konzertbesucher konnten dem nur beipflichten. Mit tosendem Applaus erklatschten sie sich eine Zugabe. Noch einmal das „Jauchzet, frohlocket“.

 

 

 


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