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Autobahn-Ausbau : Breite Fahrspuren sollen Unfallgefahren mindern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs erklärte, wie man Staus und Verkehrsstress vermeiden will

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Neumünster | Die Vorbereitungen für den sechsspurigen Ausbau der A 7 sind in vollem Gange. Die Planer hoffen, das ganz große Verkehrschaos vermeiden zu können. Wie sie das bewerkstelligen wollen, erläuterten sie jetzt auf einer Informationsveranstaltung im Log-In an der Memellandstraße.

Auf Einladung der Handwerkskammer Lübeck und des Vereins Logistik-Initiative Schleswig-Holstein stellte Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs rund 50 Zuhörern das ehrgeizige Bauprojekt vor und beschrieb die Maßnahmen, die einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss gewährleisten sollen.

Innerhalb von zehn Jahren soll der 65 Kilometer lange Streckenabschnitt fertig gestellt werden. Auf der Strecke zwischen Hamburg und dem Bordesholmer Dreieck sind dazu acht Bauabschnitte geplant. Der direkte Bereich rund um Neumünster soll bis 2018 fertig sein.

„Aus den Schwierigkeiten beim Ausbau der A 20 haben wir gelernt“, erklärte Fuchs. So soll die Spurbreite der Fahrbahnen, die durchgehend zweispurig ausgelegt sind, jetzt von 3 Meter auf 3,25 Meter verbreitert werden, um Unfälle zu vermeiden. „Zudem wurden die Ruhephasen zwischen den Baustellenabschnitten mit jeweils fünf Kilometern Länge deutlich verlängert“, erläuterte Fuchs.

Frühzeitige Hinweise auf Staubildungen sowie auch zahlreiche ausgewiesene Alternativstrecken sollen den Verkehr entzerren. Außerdem werden den A 7-Nutzern mehrere Informationsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.

Insbesondere setzen die Bauherren hier auf eine speziell für die A 7 entwickelte App (Anwendungssoftware für Mobilgeräte), mit der sich die Autofahrer ständig über den Streckenverlauf, das Verkehrsaufkommen sowie über den aktuellen Baufortschritt informieren können. Die unter dem Namen „A 7-Nord“ laufende App soll bereits Ende Februar freigeschaltet werden.

Dennoch sei mit einigen unvorhersehbaren Ereignissen zu rechnen, räumte Fuchs ein. Doch alles, was planbar sei, sei nach den neuesten Erkenntnissen auch berücksichtigt worden, versicherte der Verkehrsexperte. „Wir setzen bei dieser großen Aufgabe aber auch auf die Einsicht der Fahrer. Denn es gibt ein Delta zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, sagte Fuchs.

Er bat um Verständnis für die zu erwartenden Belastungen in den kommenden Monaten und Jahren. Der Ausbau sei jedoch unvermeidlich, um die Infrastruktur des Landes dem zukünftigen Verkehrsaufkommen anzupassen, sagte der Verkehrskoordinator.


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