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Historische Fotos : Brausebuden wecken Erinnerungen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Früher gab es in der ganzen Innenstadt etwa zehn der legendären Holzbuden / Sie wurden von einem Getränkefabrikanten betrieben

von
erstellt am 07.Sep.2014 | 09:00 Uhr

Neumünster in Schwarz-Weiß: Wenn sich die älteren Neumünsteraner an die früheren Brausebuden von Neumünster erinnern, hat das vermutlich einen kostbaren Erinnerungswert: Es schmeckt nach Kindheit.

Die grüne Waldmeisterbrause, die es hier zu kaufen gab, war mit einer Glaskugel verschlossen, die von der Kohlensäure oben gehalten wurde. Einmal mit dem Finger nach unten gedrückt, machte es Plopp, sie fiel ins Getränk, und die Kellersche Köstlichkeit konnte genossen werden.

Benannt waren die Kellerschen Buden, von denen es bis in die 60er-Jahre hinein etwa zehn im Bereich der Innenstadt gab, nach dem Rheinländer Joseph Keller. Der hatte ab 1903 in der Augustastraße eine Mineralwasserfabrik betrieben. Seine Pavillons im Stil der Gründerzeit sind für Generationen von Kindern und Erwachsenen bis heute unvergessen.

Die Fotos, die der frühere Courier-Fotograf Walter Erben von der Brausebude am Großflecken machte, entstanden bei Reperaturarbeiten in den 50er-Jahren. Das Umfeld dieser Bude galt in den Nachkriegsjahren eine ganze Weile auch als gut florierende Schwarzmarktecke.

Das nachgebaute Modell einer Kellerschen Brausebude steht seit 2002 am Teich vor Karstadt, derzeit wird sie aber nicht betrieben. Die Stadt sucht seit geraumer Zeit einen Gastronomen, der hier eine eher gehobene Restauration anbieten soll.

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