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Spendenflut : Brand Noldestraße: Opfer danken den vielen Spendern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sabine Pervez (42) und ihr Sohn Tariq (8) erhielten säckeweise Kleidung, Spielzeug und Angebote für neues Mobiliar / Am 8. Februar hatte es an der Noldestraße 10 gebrannt

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2015 | 12:24 Uhr

Neumünster | Diesen Sonntagabend wird Sabine Pervez lange nicht vergessen. Die 42-Jährige war im Wohnzimmer, als das Feuer im Kinderzimmer ihres Sohnes Tariq (8) ausbrach. Sie sind die Opfer des Brandes am 8. Februar an der Noldestraße – und haben inzwischen viel Zuspruch und viele Spenden erhalten. „Damit habe ich gar nicht gerechnet“, sagt sie und dankt den vielen unbekannten Menschen, die so viel Anteilnahme an ihrem Schicksal zeigen.

Das Feuer wurde offenbar durch eine brennende Kerze verursacht, hatte die Polizei ermittelt (der Courier berichtete). Alle 50 Anwohner kamen mit dem Schrecken davon, das Haus musste allerdings für zwei Stunden geräumt werden. Verbrannte Regalbretter, ein verkohlter Schreibtischstuhl und andere Überreste liegen noch vor dem Hochhaus mit der Nummer 10. Sabine Pervez schaut sie sich an und erinnert: „Der Brandmelder war angesprungen, er war erst in der Woche davor überprüft worden, glücklicherweise. Ein Nachbar versuchte noch, das Feuer mit einer Decke zu ersticken, aber das Feuer war schneller. Ich versuchte, mit Wasser zu löschen.“ Ihr Sohn war in das Treppenhaus gerannt und rief aufgeregt: „Mami, lass’ alles liegen, komm’ schnell raus!“ Die Feuerwehr löschte den Brand. Die Wohnung ist unbewohnbar. Sabine Pervez wohnt bei Tariqs Vater, der zurzeit abwesend ist und von dem sie sich getrennt hat: „Wenn er wiederkommt, gehe ich ins Hotel. Die Versicherung zahlt.“

Säckeweise gut erhaltene Kleidung, Schals, Mützen liegen in ihrem Wagen, Kartons voller Spielzeug. „Ich sortiere alles durch, kann aber nicht alles behalten“, sagt die Wittorferin, die seit 2009 an Multipler Sklerose leidet. „Als immer neue Spenden gemeldet wurden, auch Mobiliar, kamen mir die Tränen.“ Sie ist auf Wohnungssuche und weiß, dass sie nicht in Neumünster bleiben will: „Ich brauche Abstand.“v

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