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Daldorf : Bordesholmer Eiche brachte den Spitzenpreis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einmal im Jahr werden in Daldorf die Filetstücke des Laubholzeinschlags angeboten und meistbietend versteigert.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Daldorf | Jedes Jahr im Februar fiebern die Holzlieferanten und Aufkäufer den Laubholzsubmissionen in Lanken (Kreis Herzogtum Lauenburg) und Daldorf (Kreis Segeberg) entgegen. Einmal im Jahr werden hier die Filetstücke des schleswig-holsteinischen Laubholzeinschlags angeboten und meistbietend versteigert.

25 Bieter haben dieses Jahr das Angebot der Ausrichter aus der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer, den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, dem Stadtwald Lübeck und dem Eigenbetrieb Kreisforsten im Herzogtum Lauenburg unter die Lupe genommen. Drei Wochen lang konnten die Aufkäufer aus Deutschland, Dänemark und Polen schriftlich ihre Gebote für die insgesamt rund 1100 Stämme abgeben. Bis zum 18. Februar lief die Auswertung. „Mit dem Ergebnis dürfen sowohl die Landesforsten, die Forstbetriebe wie auch die privaten und kommunalen Waldbesitzer zufrieden sein“, kommentierten gestern Harald Nasse von dem Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und Dr. Manfred Quer von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur die Ergebnisse.

Mit Durchschnittspreisen von 434 Euro für den Festmeter Eiche und 213 Euro für Eschenholz als Hauptbaumarten der Submission lagen die Preise fast auf Vorjahresniveau. Das spreche für eine derzeit stabile Holzmarktsituation für Wertholz.

Das Höchstgebot erzielte dieses Jahr eine Eiche aus dem Herzogtum Lauenburg mit 1429 Euro pro Festmeter. Den höchsten Preis insgesamt erzielte ein Eichenstamm aus der Försterei Bordesholm. 7264 Euro durfte Förster Björn Winter für den Stamm mit einem Volumen von 5,77 Festmetern verbuchen. Käufer der Spitzenstämme ist ein Furnierwerk aus Bayern.

Für die sogenannte Ernte des mächtigen nahe der Autobahn gewachsenen Stammes musste sogar die Autobahn 215 zwischen Bordesholm und Kiel kurzfristig gesperrt werden, damit beim Fällen niemand zu Schaden kommt, berichtete Winter.

„Auch besonders gesuchte Einzelstücke befanden sich dieses Jahr wieder im Angebot“, erklärte Dr. Manfred Quer. Darunter war eine sogenannte Roseneiche, deren Furnier unzählige helle Punkte aufweist. Während bei den Furniereichen allgemein ein sogenannter „störungsarmer Wuchs über Generationen hinweg“ gewünscht ist, sind andererseits auch gewisse Besonderheiten in der Maserung immer wieder gesucht, sagte Quer. Gefunden hatte die seltene Roseneiche Kammerförster Hans Deutsch aus der Forstbetriebsgemeinschaft Ostholstein.

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