Handball-Landesligen : Bordesholm setzt Erfolgsserie fort

Unbedrängt ins Glück: Ina Lena Elwardt (2. v. re.) erzielt hier das 11:3 für die SG Bordesholm/Brügge. Elwardts Teamkameradin Sarah Wurr schaut zu, die beiden Owschlagerinnen Nadine Krey und Lara Nickel (re.) sind ohne Abwehrchance. Foto: Sell
Unbedrängt ins Glück: Ina Lena Elwardt (2. v. re.) erzielt hier das 11:3 für die SG Bordesholm/Brügge. Elwardts Teamkameradin Sarah Wurr schaut zu, die beiden Owschlagerinnen Nadine Krey und Lara Nickel (re.) sind ohne Abwehrchance. Foto: Sell

SGBB-Frauen nun schon sieben Mal hintereinander erfolgreich. Tungendorf beim Spitzenreiter zeitweilig auf Augenhöhe.

shz.de von
19. Februar 2013, 07:52 Uhr

Neumünster | Bei den Männern der SG Wift II gab es nach einer kleinen Niederlagenserie in der Handball-Landesliga nun wieder etwas zu feiern. Gegen den Kieler MTV setzten sich die Wittorfer mit 38:27 durch. Die gleichklassigen Frauen der SG Bordesholm/Brügge kommen aus dem Jubeln derweil gar nicht mehr heraus. Der 28:16-Heimsieg gegen den TSV Owschlag II erhöhte die jüngste Erfolgsstory auf sieben Siege in Folge. Zum Jubeln ist beim SV Tungendorf hingegen wohl niemandem zumute, denn bei der HSG Hohn/Elsdorf gab es eine 18:32-Niederlage für das Tabellenschlusslicht.

Landesliga FrauenLandesliga Frauen

HSG Hohn/Elsdorf - SV Tungendorf 32:18 (13:11). Nach einer wirklich guten ersten Halbzeit, in der die Tungendorfe rinnen den Ball lange vorne hielten und viele Situationen spielerisch lösten, folgte im zweiten Durchgang ein Einbruch, der für eine unnötig hohe Niederlage sorgte. Beim Tabellenführer unterliefen dem SVT in den ersten 30 Minuten wenige Fehler, sodass die Gäste gar eine 7:5-Führung (17.) herausarbeiten konnten. Bis zur 28. Minute (11:11) bewegte sich der Letzte mit dem Ersten auf Augenhöhe, ehe Hohn/Elsdorf kurz vor der Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung erzielte. "Alles, was vor dem Wechsel noch gut gelaufen war, wurde in der zweiten Hälfte eingestellt. Unvorbereitet und viel zu schnell wurde abgeschlossen, das Tempospiel des Gegners kam zusätzlich ins Rollen", berichtete Trainer Mario Schlüter vom SVT. Als die Einheimischen auf 20:13 (40.) wegzogen, nutzte der Gästecoach die Chance, fortan allen Spielerinnen noch einmal Anteile zu gewähren. "Trotz der deutlichen Niederlage bin ich nicht allzu enttäuscht. Wir haben vieles richtig gemacht, und die erste Halbzeit war schön anzusehen. Aber uns fehlt einfach die Konstanz über einen Zeitraum von 60 Minuten", zog Schlüter sein Fazit.

SV Tungendorf (Tore in Klammern): Hornauf, Jüngling - Riepen (2), Berndt (2), Berg, J. Müller, W. Müller (2), Wettzel (1), Spethmann (1), Schwardt (5), Krebs (4), Duske (1).

SG Bordesholm/Brügge - TSV Owschlag II 28:16 (13:3). Angesichts des Halbzeitstandes von 13:3 stellte sich die Frage, ob das SGBB-Tor zugenagelt war. "Die Abwehr hat einfach richtig gut gearbeitet, Owschlag II kam fast gar nicht zum Abschluss. Und wenn doch, dann war da ja Gabriela Fortier im Tor, die fast nichts durchgelassen hat", erklärte SGBB-Coach Torge Haß zufrieden. Bereits nach zehn Minuten lag sein Team mit 6:0 vorn, sodass schnell erste Weichen gestellt waren. Nach dem Wiederbeginn wurde nicht mehr ganz so intensiv gearbeitet, was einen Zwischenstand von 17:11 in der 40. Minute zur Folge hatte. "Aber danach hat meine Mannschaft wieder mehr Konzentration an den Tag gelegt, bis zum Schluss aufs Tempo gedrückt und den deutlichen Sieg herausgeholt. Unsere Konditionseinheiten machen sich langsam bezahlt", freute sich Haß und verkündete zudem, dass er auch im kommenden Jahr weiterhin als Trainer der SGBB-Frauen fungieren werde. Haß war für den Anfang der Rückserie beurlaubten Trainer Thomas Johannsen eingesprungen und hat seitdem die Verantwortung an der Seitenlinie beim Aufsteiger übernommen.

SG Bordesholm/Brügge: Fortier - Sinn (1), Haß (2), Koepsell, Klinke (2), Beck (5), Reinert (8), Elwardt (4), Clausen (1), Wurr, Lütt (5).

Landesliga Männer

SG Wittorf/FTN II - Kieler MTV 38:27 (21:10). Diesen Heimsieg können die Neumünsteraner wohl unter der Kategorie "Frust von der Seele spielen" abheften. Nachdem in den drei Spielen zuvor nichts Brauchbares zu Stande gebracht worden war, gab es nun gegen den KMTV endlich mal wieder zu sehen, was die Oberligareserve alles drauf hat. Zunächst jedoch mussten einige Ausfälle kompensiert werden, sodass Wift II von der U 21-Regel Gebrauch machte und sich mit Jan Massannek und Jelle Schilling Verstärkung aus dem eigenen Juniorenteam an Bord holte. "Wir haben im Rückraum etwas umgebaut. Dazu hat unsere Abwehr super gestanden, und Lars Hübner hat den Kasten wirklich saubergehalten", berichtete Wift II-Sprecher Tobias Daßau. Über die Stationen 9:3 (10.) und 14:5 (16.) zogen die Einheimischen bis zur Pause auf 21:10 davon. "Damit hatten wir auch schon den Grundstein für den Sieg gelegt. Es passte wirklich alles zusammen, außer dass sich unser Spieler Tobias Schmitt in der 15. Minute das Handgelenk gebrochen hat", hatten Daßau und Co. noch eine Kröte zu schlucken. Die zweite Hälfte verlief im Übrigen sehr unspektakulär. Wittorf/FTN II verzeichnete stets mindestens acht Tore Vorsprung und glich am Ende mit dem 38:27-Heimsieg das Punktekonto auf 17:17 aus.

SG Wittorf/FTN II: Köll, Hübner - Woop (1), Steffens (6), Puphal (4), Borde (5), Siewers (8), Rostock (8), Schmitt (1), Kopp (4), Roggow, Schilling, Mas sannek (1), Glaubitz.

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