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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 01:53 Uhr

Film : Bordesholm kommt bundesweit in die Kinos

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kommende Woche startet der Film „Power to change – Die Energierebellion“. Der Kontakt kam zufällig zustande.

Bordesholm | Die Gemeinde Bordesholm ist Teil eines Kinofilms geworden, der ab der kommenden Woche bundesweit gezeigt wird. Dabei wird Bordesholm nicht wegen seiner historischen Klosterinsel oder der holsteinischen Landschaft gezeigt, sondern aus knallharten ökonomischen und ökologischen Gründen: Es geht um die Energiewende.

Der Film „Power to change – Die Energierebellion“ ist ein Dokumentarfilm des Regisseurs Carl-A. Fechner, der sich mit den Möglichkeiten einer nachhaltigen Energiepolitik beschäftigt. Neben der Ukraine besuchte das Filmteam auch Bordesholm. „Kennengelernt haben wir uns im September 2014, als die Filmemacher eine Sequenz auf einem Maisfeld drehen wollten“, schilderte der Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB), Frank Günther. Er ist mit dem Regisseur herumgefahren und hat dabei das lokale Energie-Versorgungskonzept erläutert. „Davon war der Regisseur so begeistert, dass er im November wieder gekommen ist und sechs Tage hier gedreht hat. Dafür hat er den geplanten Drehort in Schwäbisch Hall herausgenommen“, berichtete Frank Günther weiter.

Bordesholm bezieht nämlich zu 75 Prozent erneuerbare Energien, die vor Ort erzeugt und verbraucht werden. Erzeuger sind zum Beispiel die Biogasanlage in Brügge oder Fotovoltaikanlagen. Ein Glasfasernetz sorgt zudem für eine sichere Kommunikation zwischen Verbraucher und Erzeuger und stabilisiert so das Stromnetz. „Deutschlandweit sind wir damit ganz weit vorne, das hat Fechner erkannt“, konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jörg Niedersberg mit Stolz sagen.

Frank Günther wird selbst einige Male im Film zu sehen sein, wenn er die Strategie und den Hintergrund für seine Vorgehensweise der Energiewende erläutert. Insgesamt werden Bordesholm und die nahe Umgebung in dem 92-minütigen Film etwa fünf Minuten zu sehen sein. Gedreht wurde unter anderem in den Büros an der Bahnhofstraße, auf dem Wochenmarkt und bei der Biogasanlage in Brügge.

„Der Film will einen Strauß von Möglichkeiten zeigen, was der Einzelne im Kleinen für die Energiewende tun kann. Dabei will er keine Angst, sondern Mut machen“, sagte Günther. In einem Interview erklärte der Regisseur zudem seinen Anspruch, dass er einen Dokumentarfilm mit Spielfilmqualitäten schaffen wollte. So konnte er den preisgekrönten Kameramann Philipp Baben der Erde gewinnen und das 70-köpfige tschechische Symphonieorchester hat die Filmmusik eingespielt. „Ich fand den Film vor allem wegen seiner Authentizität faszinierend und berührend. Wenn Tränen laufen, dann sind die echt“, meinte Frank Günther. 

>Das Savoy-Kino in Bordesholm zeigt die Premiere am kommenden Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr. Weitere Termine sind: Sonnabend, 19. März, um 16.30 Uhr, Montag, 21. März, um 17 Uhr, Sonnabend, 26. März, um 16 Uhr. Vorstellungen um 20 Uhr laufen am 22., 23., 24. und 30. März.

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