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Bordesholm : Bordesholm kämpft für gutes Wasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gemeinde und die Versorgungsbetriebe unterschrieben eine Petition an die Landesregierung zum Grundwasserschutz.

Bordesholm | Die Gemeinde Bordesholm nutzt ein demokratisches Grundrecht und wendet sich mit einer Petition zum Grundwasserschutz an die Landesregierung. Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) und die Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) unterschrieben das Gesuch, das nächste Woche in Kiel dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (Melur) unter der Leitung von Minister Dr. Robert Habeck zugestellt wird.

Die Gemeinde Bordesholm fordert in dem Gesuch die Landesregierung auf, ihren Verpflichtungen für den Grundwasserschutz nachzukommen und ihre Personalressourcen und Finanzmittel in diesem Bereich zu verstärken. Außerdem wird eine Aktualisierung der wasserrechtlichen Genehmigung verlangt.

Im Hintergrund des seit zwei Jahren schwelenden Themas steht die Sorge um eine mögliche Nitrat- und Nitritbelastung des Trinkwassers. Diese Substanzen sind gehäuft bei einer Überdüngung zu finden. „Die momentane Verordnung ist dürftig“, sagte Bürgermeister Helmut Tiede vor Unterzeichnung. So dürfen etwa Schweinemastbetriebe im Bereich eines Wasserschutzgebiets arbeiten. „Wir bitten Sie darum, die Wasserschutzgebietsverordnungen möglichst schnell an den neuesten Stand anzupassen“, heißt es unter anderem in der Eingabe.

Die Trinkwasserqualität im Raum Bordesholm ist bisher tadellos: „Wir haben das riesige Glück, in den Förderbrunnen keine nachweisbaren Werte festzustellen“, sagte Frank Günther, Leiter der VBB. Damit das so bleibt, hat die Gemeinde beim Ministerium bereits erreicht, dass ab Juni eine landwirtschaftliche Beratung vor Ort stattfindet. „Diese Beratung erfolgt jedoch auf freiwilliger Basis, weshalb nicht alle Bewirtschafter der Schutzgebietszonen erreicht werden“, heißt es in der Petition weiter. In dem betreffenden Gebiet arbeiten zur Zeit sechs Landwirte.

Bereits während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter Ende März wurde fraktionsübergreifend „mit breiter parlamentarischer Mehrheit“, wie Bürgermeister Tiede sagte, das öffentliche Einreichen einer Petition beschlossen. Die VBB sind die Gemeindewerke Bordesholms und leisten die überwiegende Wasserversorgung im Amt.

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erstellt am 14.Apr.2015 | 06:45 Uhr

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