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Umland : Boostedter Baugebiet: Fast alle Grundstücke weg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für Diskussionen sorgt der Kauf von zehn Grundstücken durch eine Investorengruppe.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 06:45 Uhr

Eigentlich sollte das Baugebiet „Südlich Stückenredder“ die Nachfrage nach Bauland in Boostedt für einige Jahre abdecken. Doch bereits nach gut einem halben Jahr sind die 55 Grundstücke nun nahezu vergriffen.

„Nach aktuellem Stand sind 45 Grundstücke verkauft, sieben sind reserviert und drei Flächen sind noch frei“, teilte Anita Ries aus dem Bauamt mit.

Für Gerüchte und Diskussionen sorgte in den vergangenen Wochen der Erwerb von zehn zusammenhängenden Grundstücken durch eine Investorengruppe, der neben dem Bauunternehmen Ahsbahs aus Großenaspe und Knut Haase auch der Gemeindevertreter Gernot Haase (CDU) angehört. Entstehen sollen auf diesem gut 5300 Quadratmeter großen Areal 14 ebenerdige Häuser mit einer Wohnfläche von 70 bis 95 Quadratmetern. „Die Anlage ist als Gesamtkonzept für Käufer geplant, die sich nicht selbst mit dem Bau eines Hauses befassen wollen. Gedacht sind die Wohneinheiten für Menschen, die ihre großen Häuser verkaufen wollen und dennoch ein eigenes Haus haben möchten. Es ist jedoch nicht als ausgewiesene Seniorenwohnanlage geplant“, erklärte Gernot Haase auf Anfrage des Couriers.

Auch dem hinter vorgehaltener Hand formulierten Vorwurf der Vorteilsnahme durch sein Amt als Gemeindevertreter trat Haase entgegen. „Ich bin bei der Verlosung der Grundstücke im Juni aus gutem Grund gar nicht dabei gewesen. Wir haben uns die bis dahin freien Grundstücke im Oktober reserviert. Im Dezember haben wir dann den Kaufvertrag zu den vorgegebenen Konditionen unterschrieben“, erklärte er.

Nicht so glücklich mit dem Abverkauf von mehreren Grundstücken an einen Käufer ist Altbürgermeister Rüdiger Steffensen (CDU). „Bisher war es immer üblich, dass ein Grundstück pro Käufer veräußert wurde“, sagte er gegenüber dem Courier. Festgeschrieben ist dies allerdings nicht. Der Gemeindevertreter Harald Köster (CDU) bestätigte zwar, dass es diese Klausel für ein bestimmtes Baugebiet einmal gegeben habe. Seither sei dies jedoch nicht mehr in den Regularien festgehalten gewesen.

Keine Probleme mit dem Abverkauf und dem Baukonzept der Investoren hat dagegen Bürgermeister Hartmut König (CDU). „Die Gemeinde ist für das Baugebiet mit rund 1,1 Millionen Euro in Vorleistung gegangen. Die müssen wir ja auch wieder reinholen. Deshalb wünsche ich mir natürlich den Verkauf und freu’ mich, dass dies so schnell geht“, sagte er. „Wir mussten trotz der Reservierung der zehn Bauplätze niemandem absagen. Deshalb habe ich damit auch keine Bauchschmerzen. Zudem ist es ja so, dass wir die Aufgabe haben, Boostedt attraktiv zu gestalten. In diesem Sinne halte ich das vorgestellte Baukonzept für zukunftsorientiert“, erklärte er weiter.








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