Ausbildung : Bonus für junge Biotechnologen

Rundgang durch die Lehrräume: Helmut Landsiedel (Bildungsministerium,von links), Dr. Klaus  von Stackelberg (FH Flensburg), Jan  Nissen (Bildungsministerium) und EHKS-Schulleiter Jörg  Leppin  ließen  sich im Bioteq-Ausbildungslabor von zwei Schülerinnen das Prinzip der binokularen Mikroskopie erläutern.
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Rundgang durch die Lehrräume: Helmut Landsiedel (Bildungsministerium,von links), Dr. Klaus von Stackelberg (FH Flensburg), Jan Nissen (Bildungsministerium) und EHKS-Schulleiter Jörg Leppin ließen sich im Bioteq-Ausbildungslabor von zwei Schülerinnen das Prinzip der binokularen Mikroskopie erläutern.

Absolventen des Bioteq-Lehrgangs an der Elly-Heuss-Knapp-Schule können ihr Studium in Flensburg künftig verkürzen

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19. September 2013, 08:30 Uhr

Die naturwissenschaftliche Ausbildung in Neumünster nimmt weiter Fahrt auf: Mit einem kleinen Festakt besiegelten die Elly-Heuss-Knapp-Schule (EHKS) und die Fachhochschule Flensburg jetzt einen wegweisenden Kooperationsvertrag über die Anerkennung beruflicher Ausbildung im Studium.

Konkret geht es dabei um den hoch spezialisierten Bioteq-Ausbildungsgang der EHKS in der Kösterschen Fabrik. Seit fünf Jahren werden dort naturwissenschaftlich begabte Schüler auf verschiedenste Berufsfelder der Biotechnologen vorbereitet. Das Besondere: Die Schüler absolvieren in den Schullabors am Haart eine Ausbildung zum Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) und bereiten sich parallel am Fachgymnasium der Schule aufs Abi vor.

Die Fachhochschule Flensburg „adelt“ den 2008 als Schulversuch gestarteten Ausbildungsgang jetzt durch einen besonderen Bonus für dessen Absolventen. Die Ausbildung in Neumünster wird von der FH künftig mit bis zu 25 „Credit Points“ honoriert. Konkret: Absolventen, die in Flensburg ein Biotechnologie-Studium beginnen, können ihre Studienzeit damit um bis zu ein Semester verkürzen. Die Vereinbarung soll zum Wintersemester 2013/14 in Kraft treten. Eine ähnliche Kooperation gibt es bereits mit der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Angehende Biologen erhalten dort ebenfalls – je nach Abschluss – einen Studien-Bonus von bis zu einem Semester.

Schule und FH feierten die Vereinbarung jetzt als einen Meilenstein in der vor-akademischen Ausbildung. Dr. Klaus von Stackelberg, Vizepräsident der FH Flensburg, unterstrich vor zahlreichen Gästen, es sei für die Hochschulen wünschenswert und unabdingbar, sich zunehmend gegenüber den Schulen im Land zu öffnen, um die angestrebte Durchlässigkeit des Bildungssystems zu fördern.

Helmut Landsiedel, Abteilungsleiter für Berufliche Bildung im Ministerium für Bildung und Wissenschaft, begrüßte die angestrebte Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und dem Bildungszentrum EHKS ausdrücklich: Die beschlossene Kooperation werde Schülern den Einstieg in eine qualifizierte Laufbahn erleichtern, da sie den Übergang von der schulischen in die akademische Bildung stark vereinfache.

Der Kooperationsvertrag könne Vorbildcharakter für zukünftige vergleichbare Vereinbarungen in ganz Schleswig-Holstein haben, hieß es in der Festveranstaltung.

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