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Himmelfahrt : Bomben zerstören Gottes Liebe nicht

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gottesdienst auf der Klosterinsel war gut besucht. Unter den Gästen waren auch viele Flüchtlinge.

Neumünster | In langjähriger Tradition luden evangelische Gemeinden Neumünsters gestern zum Himmelfahrts-Gottesdienst unter freiem Himmel ein. Gut 200 Gläubige, darunter zahlreiche Flüchtlinge aus Afghanistan und dem Iran, kamen zum Open-Air-Gottesdienst auf die Klosterinsel.

Anstelle einer Kirchenkuppel strahlte der blaue Himmel über den Köpfen der Besucher und statt einer Kirchenorgel erklang bei Vogelgezwitscher das Posaunen-Ensemble aus Kiel. Sowohl auf den Bänken als auch auf Steinstufen und auf der Wiese saßen Menschen von Jung bis Alt. Stefan Bemmé von der Anschargemeinde, Maike Windhorn-Stolte (Bugenhagen), Martina Ulrich (Versöhnungskirche), Hajo Peter (Johannesgemeinde), Antje William (Einfeld), Gerson Seiß (Vicelin) und Isabel Frey-Ranck (Bonhoeffer) sprachen zum Thema „Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen?“ Die Antwort lieferte Pastorin Maike Windhorn-Stolte in ihrer Predigt: „Ja, Gott wohnt auf der Erde. In seinen Menschen, immer da, wo wir uns in seinem Namen begegnen.“ Und zu dem Terroranschlag in Manchester fand sie deutliche Worte: „Gottes Liebe lässt sich nicht wegbomben.“

Das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ war auf den ausgeteilten Handzetteln auch auf Englisch abgedruckt. Ein Übersetzer der Bonhoeffer-Gemeinde sprach auf Farsi für die geflüchteten Christen. Nach dem Gottesdienst gab es dann Suppe.

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erstellt am 26.Mai.2017 | 09:30 Uhr

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