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Naturschutzgebiet : Bohlenweg durchs Dosenmoor ist wieder da

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der 170 Meter lange Steg soll den Besuchern einen Überblick über das Leben im Dosenmoor ermöglichen. Die Sanierung kostete 47 000 Euro.

Neumünster | Zwei Jahre mussten die Naturfreunde warten, doch seit gestern ist der „untergegangene“ Bohlenweg im beliebten Naturschutzgebiet Dosenmoor wieder offiziell für die Besucher freigegeben. Zur symbolischen Eröffnung trafen sich Stadtrat Oliver Dörflinger und die am Projekt Beteiligten, Projektleiter Friedwart Pütz (Untere Naturschutzbehörde), Ute Obel (Abteilungsleiterin Natur und Umwelt), Dieter Reese als Naturschutzbeauftragter, Angelika Bretschneider aus dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) sowie Michael Muszeika (Vorsitzender des Vereins Info-Zentrum Dosenmoor) und Norbert Angnete vom ausführenden Integrationsunternehmen Walk.

Der rund 170 Meter lange Steg aus Lärchenholz bietet Spaziergängern und Naturkundlern die Möglichkeit, die Flora und Fauna des Hochmoores trockenen Fußes zu bewundern. „Auf diesen Weg kann man zu beiden Seiten alles sehen, was das Hochmoor an Besonderheiten zu bieten hat“, freute sich Michael Muszeika, der gemeinsam mit seinen Mitstreitern jährlich rund 800 Interessierte bei Führungen durch das Moor begleitet.

„Zu sehen ist hier die Vielfalt der Moose und Gräser ebenso wie Libellen, Vögel, Eidechsen und vieles mehr“, ergänzte Friedwart Pütz. Die Wegeführung auf dem Naturkunde-Steg wird dabei durch Informationstafeln ergänzt, die über die Einmaligkeit des Biotops Auskunft geben. „Natürlich ist so ein Weg in einem geschützten Raum ein Zugeständnis an die Menschen. Aber er bietet damit auch die Gelegenheit, dem Interessierten die Natur nahezubringen. Außerdem schützt er vor Gefahren, denn das Moor hat so seine Tücken“, erklärte Pütz.

Ebenfalls erfreut über die stetige Renaturierung äußerte sich Dieter Reese, der sich bereits seit den 70er-Jahren für das Naturschutzgebiet Dosenmoor einsetzt. „Ich bin wirklich froh, dass die ersten Pläne aus den Anfangsjahren, hier Ausflugslokale zu errichten, nicht in die Tat umgesetzt wurden“, berichtete er.
Und auch Oliver Dörflinger zeigte sich nicht nur von der Tatsache angetan, dass dieser Bau die Stadt keinen Cent gekostet hat, da die benötigten 47 000 Euro vom LLUR übernommen wurden. „Schon die Fotoausstellung im Rathaus vor einigen Monaten hat ja schon richtig Lust auf einen Spaziergang durch das Moor gemacht“, erinnerte er sich.

Damit ist der Stadtrat sicherlich nicht allein, denn nachdem der Bohlenweg zuletzt ganzjährig überstaut war, bietet er nun wieder einen schönen Überblick über eines der hochwertigsten Moore in Schleswig-Holstein.

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erstellt am 10.Okt.2014 | 05:15 Uhr

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