Dorfentwicklung : Bönebüttel soll ländlich bleiben

Der alte Dorfkern von Bönebüttel hat ländlichen Charakter. Das soll nach Meinung der Gemeindevertreter auch so bleiben.
Der alte Dorfkern von Bönebüttel hat ländlichen Charakter. Das soll nach Meinung der Gemeindevertreter auch so bleiben.

Die Dorfentwicklung beschäftigt die Gemeindevertreter. Es ist noch Platz für bis zu 100 Wohneinheiten.

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16. Februar 2018, 08:15 Uhr

Bönebüttel | Kopfzerbrechen bereitet den Gemeindevertretern von Bönebüttel und den Bauplanern die Ortsentwicklung. Laut Landesplanung könnten in Bönebüttel bis zum Jahr 2025 etwa 90 bis 100 Wohneinheiten entstehen.

Neben den von Bauleitplaner Uwe Czierlinski aus Bornhöved vorgestellten Möglichkeiten, Bauraum über die sogenannte Innenverdichtung in der Gemeinde zu nutzen, dreht sich die Diskussion zurzeit um das künftige Ortsbild. Bönebüttel habe zwar noch Potenzial, wenn es um ungenutzte Flächen gehe, erklärte Czierlinski. Diese seien allerdings zum Teil nur auf dem Papier vorhanden. Angeboten werden die Flächen, die teilweise Gartenland oder sogenanntes Hinterland sind, nicht. Anders sieht das bei möglichen Flächen für Neubaugebiete aus.

„Nach der aktuellen Landesplanung könnten in Bönebüttel bis zum Jahr 2025 etwa 90 bis 100 Wohneinheiten entstehen“, erklärte der Planer. Wie diese Bebauung auf vorhandenen Flächen in der Gemeinde aussehen könnte, darüber sind sich Bönebüttels Ortspolitiker nicht einig. So sollen etwa Wohnblöcke oder stadtvillenartige Mehrfamilienhäuser keinen Platz in der Gemeinde finden. „Bürger fragen, warum etwa eine Bebauung mit Wohnblöcken in Bönebüttel-Dorf genehmigt wird“, erklärte zum Thema Rolf Klein. Auch Bönebüttels Bürgermeister Udo Runow sprach sich für eine „vernünftige“ Bebauung aus, die den Charakter einer ländlichen Gemeinde bewahre. Wie dieser letztlich aussehen könnte, darüber soll jetzt zunächst einmal in einer kleinen Runde mit fachlicher Begleitung gesprochen werden, so die Empfehlung aus dem Bauausschuss. Hintergrund für die aktuelle Diskussion war die Idee eines Bönebütteler Schweinemästers, seinen Stall im Dorf abzureißen und dafür eine Wohnbebauung zu errichten.

Matsch, ausgefahrene Banketten, bröckelnde Betonkanten, schiefgefahrene Spurbahnen, all das ist nicht neu in Bönebüttel. „Besonders die Maisernte hat den Wegen zugesetzt“, meinte Bönebüttels Bauausschussvorsitzender Rolf Klein in einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde am Dienstag. Längst sind die Erntefahrzeuge über die Leistungsfähigkeit der teilweise über 60 Jahre alten Spurbahnen hinausgewachsen. Das regnerische Wetter hat zusätzlich für Probleme in der Ernte gesorgt.

„Jetzt müsste die Gemeinde etwa 30 000 bis 40 000 Euro in die Hand nehmen, um die gröbsten Schäden zu beseitigen“, schätzte Gundula Schuhmacher aus der Verwaltung der Stadt Neumünster. Das Geld ist im Haushalt vorhanden.

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