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Neubauvorhaben : Böcklersiedlung wird weiter aufpoliert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Baugenossenschaft Holstein feierte Richtfest an der Max-Richter-Straße 9-11. Zwei-Millionen-Euro-Neubau greift Nachkriegsarchitektur auf

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erstellt am 23.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | Die Baugenossenschaft Holstein (BGH) feierte gestern bei ihrem Vorzeigeprojekt an der Max-Richter-Straße 9-11 das Richtfest. Der dreigeschossige Neubau mit ausgebautem Dachgeschoss und 15 barrierearmen Wohnungen zwischen 50 und 62 Quadratmetern Wohnfläche ersetzt einen Nachkriegsbau aus den 1950er-Jahren und fügt sich harmonisch in die vorhandene Bebauung ein.

„Allerdings handelt es sich um eine moderne Interpretation der Nachkriegsarchitektur der Böcklersiedlung“, sagte der BGH-Vorsitzende Frank Natusch. Zur Max-Richter-Straße hin passt sich der Klinker dem vorherrschenden Rotsteincharakter der Böcklersiedlung an. „Ich glaube, wir haben damit ins Schwarze, oder besser: ins Rote getroffen“, sagte Natusch. An der Rückseite zum großen Parkgrundstück wird der Bau aus Kostengründen eine weiß verputzte Dämmfassade bekommen. Das Haus wird im KfW-Standard 55 errichtet, ist also ein Energiesparhaus.

Die gesamte Anlage wird über Aufzüge verfügen und an das Fernwärmenetz angeschlossen sein, die Bäder sind durch ebenerdige Duschen alten- und behindertengerecht. Auch an Abstellräume für Räder, Rollatoren und Elektromobile wurde gedacht. Zwei Millionen Euro lässt die BGH sich das Projekt kosten, 750 000 Euro sind zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert.

Sorgen um die Nachfrage muss sich die BGH nicht machen: Sämtliche Wohnungen sind bereits zu Nettokaltmieten von 7,25 Euro je Quadratmeter vermietet. Die neuen Bewohner waren auch zum Richtfest eingeladen. „Ich freue mich riesig“, sagte Monika Mauersberger. Den Ausschlag, aus Ruthenberg in die Böcklersiedlung umzuziehen, gab neben der hellen freundlichen Wohnung das stark aufpolierte Image der Böcklersiedlung. „Die Nachbarschaft im neuen Haus ist in etwa im gleichen Alter, der Stadtteil selbst aber mit vielen Familien sehr jung“, sagte Monika Mauersberger. Anfang 2015 sollen die neuen Wohnungen bezugsfertig sein.

„In der Böcklersiedlung ist in den vergangenen Jahren viel passiert“, sagte auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras: „Nicht nur Wirtschaft und Handel setzen auf Neumünster, auch die Wohnungswirtschaft investiert.“ Und für die BGH ist die Max-Richter-Straße 9-11 nur der Anfang. Da sich eine Sanierung oder Modernisierung aus wirtschaftlichen Gründen nicht rechnet, sollen auch die Nachbargebäude weichen und nach dem gleichen Muster durch Neubauten ersetzt werden. Anfangen will die BGH 2015 mit dem Nebenhaus an der Max-Richter-Straße 13-15, dann folgen Nummer 5-7, Nummer 1-3 und das Haus am Gerhard-Hauptmann-Platz 5 und 6. „Neumünster ist im Aufwind, und wir tragen durch moderne, seniorengerechte, komfortable Wohnungen für unsere Mitglieder und alle Neumünsteraner dazu bei“, sagte der BGH-Vorsitzende Frank Natusch.

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