Neumünster : Blutspender-Hochburg

Martina Dahnken vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost entnimmt die Blutspende bei Horst Hrubesch beim Spendetermin am 3. August 2017 in der Holsten-Galerie.
Martina Dahnken vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost entnimmt die Blutspende bei Horst Hrubesch beim Spendetermin am 3. August 2017 in der Holsten-Galerie.

Deutsches Rotes Kreuz konnte die Zahl der Erstspender mehr als verdreifachen.

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18. Januar 2018, 14:00 Uhr

Neumünster | Morgen ist beim DRK-Kreisverband an der Schützenstraße 14-16 wieder Blutspende-Monatstermin. Die Hoffnung von Ehrenamtskoordinatorin Sabine Krebs, mehr als 100 Spender begrüßen zu können, ist nicht unrealistisch.

„Neumünster ist die Blutspende-Hochburg im Lande. Es gibt in Schleswig-Holstein keine vergleichbare Stadt mit diesen Zuwachsraten“, sagt Tim Habich, der Öffentlichkeitsreferent beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost.

Die Zahlen sprechen für sich. Das DRK Neumünster konnte im vergangenen Jahr die Zahl der Spendenwilligen um mehr als 80 Prozent auf 2063 steigern – ein sattes Plus von 934. 1737 Konserven konnten dann tatsächlich verwertet werden. Auch das ein Plus von 789 oder gut 83 Prozent. Noch eindrucksvoller ist die Entwicklung bei den Erstspendern. Hier konnte das DRK ein Plus von 512 auf 731 oder sagenhafte 333 Prozent Steigerung verzeichnen.

„Der DRK-Kreisverband, aber auch die Schule, Organisationen und Unternehmen in Neumünster sind vorbildlich“, so Habich. So war die Walther-Lehmkuhl-Schule 1997 die erste Schule im Land mit einer Blutspendeaktion. Nur einmal fiel der Termin seither aus organisatorischen Schwierigkeiten flach. 197 Schüler und Lehrer spendeten im vergangenen Jahr. Das ist, wie auch an der Theodor-Litt-Schule, ein gutes Plus. Die Klaus-Groth-Schule ist seit zwei Jahren dabei. Erstmalig gab es Blutspendetage an den Gemeinschaftsschulen Brachenfeld und Faldera sowie an der Elly-Heuss-Knapp-Schule.

Sehr erfolgreich waren auch die Spenden-Premieren im Hotel Prisma, bei der Edeka-Nord, der Stadtverwaltung und im Rahmen der drei Gesundheitstage im August in der Holsten-Galerie. 217 Mitarbeiter und Kunden, darunter auch Fußballlegende Horst Hrubesch, spendeten dort Blut

„Wir haben überlegt, wo finden wir die Menschen“, sagt Sabine Krebs, die im Januar 2017 die Aufgabe übernahm. „Die Idee ist, die Erstspender vor Ort zu gewinnen, also dort abzuholen, wo sie sind: in der Schule oder beim Einkauf“, sagt Tim Habich. Etliche der so angesprochenen Erstspender erschienen dann auch bei den turnusmäßigen Terminen beim DRK an der Schützenstraße.

Dass der anschließende Imbiss als Dankeschön jetzt attraktiver, da abwechslungsreicher ist, spielt sicher auch eine Rolle. „Das klassisch belegte Brötchen gibt es immer noch. Wir kochen aber auch frisch und konnten dafür neue Ehrenamtliche gewinnen“, sagt Sabine Krebs: „Wir sind knapp daran, die 100 Spender pro Termin zu schaffen. Das ist unser Ziel.“

Blut spenden darf jeder, der älter als 18 Jahre und gesund ist. Bei der Erstspende sollte man nicht älter als 65 sein. Mit 73 Jahren ist Schluss.

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