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Geerdtsstrasse in Neumünster : Blutiger Messer-Streit am Tierpark

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf dem Parkplatz an der Geerdtsstraße gerieten am Freitagabend offenbar mehrere Osteuropäer aneinander – der Konflikt eskalierte.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Wo sich sonst Familien zum fröhlichen Ausflug in den Tierpark treffen, spielten sich am Freitagabend blutige Szenen ab. Gegen 21 Uhr war es auf einem Parkplatz am Tierpark (Geerdtsstraße) nach Courier-Informationen zwischen sieben Osteuropäern zu Streitigkeiten gekommen, die im weiteren Verlauf eskalierten. Es kam zu einer Messerstecherei.

Gegen 21 Uhr wurde die Rettungsleitstelle in Neumünster alarmiert. Als die ersten Kräfte am Einsatzort eintrafen, bot sich ihnen ein entsetzliches Bild. Um eine schwarze Mercedes-Benz V-Klasse lagen vier Schwerstverletzte stark blutend auf dem Boden. Drei von ihnen wiesen erhebliche Stich- und Schnittverletzungen im Bein, Bauch und Kopfbereich auf. Eines der Opfer soll mit einem Gegenstand zusammengeschlagen worden sein. „Alle Geschädigten wurden notärztlich versorgt und jeweils mit Notarztbegleitung in Krankenhäuser nach Neumünster, Kiel und Itzehoe gebracht. Bei mindestens einem Geschädigten gehen wir von lebensgefährlichen Verletzungen aus“, erklärte Thomas Hoch, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr. Ob das Opfer das Wochenende überlebt hat, konnte die Polizei gestern auf Nachfrage nicht mitteilen.

Beamte der Neumünsteraner Kriminalpolizei nahmen unterstützt von der Spurensicherung aus Lübeck noch in der Nacht die Ermittlungen vor Ort auf, stellten Beweise, zum Beispiel Blutspuren, sicher und fotografierten den Tatort akribisch. Das Fahrzeug wurde zur weiteren Überprüfung zur Polizei gebracht. Als die Verletzten abtransportiert waren, begann die Sisyphusarbeit der Ermittler. „Das ist ein Schlachtfeld“, kommentierte ein Polizist. Über den halben Parkplatz waren Blutspuren und diverse Gegenstände verteilt, die zunächst mit Ölkreide oder Hütchen gekennzeichnet wurden. Um auf dem dunklen Platz sehen zu können, leuchteten Beamte der Berufsfeuerwehr von der Drehleiter aus den Platz aus. Gegen 23 Uhr wurde das Technische Hilfswerk alarmiert, das Licht ins Dunkel brachte.

Während die Ermittlungsarbeiten am Tatort auf Hochtouren liefen, soll sich einer der drei Tatverdächtigen über einen Anwalt bei der Polizei in Neumünster gestellt haben.

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