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Kulturprojekte : Blick für Musik und Filme schärfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kooperation von VHS, Kulturbüro und Stadtbücherei: Neue Workshops für Cineasten, Klassik-Fans und Fotografen

Ein Musikstück von Bach oder Brahms kann man einfach „nur so“ anhören oder einen Film ohne großes Überlegen konsumieren. Wer aber mit einem wachen, aktiven Gehör klassischer Musik lauscht oder mit ein wenig Handwerkszeug im Hinterkopf einen Film aufmerksam-analytisch schaut, hat mehr Genuss und Spaß dabei. Zwei von vier gemeinsamen Projekten der Volkshochschule, des Kulturbüros und der Stadtbücherei wollen Interessierten das genaue Hinhören und -schauen näher bringen: „Abenteuer klassische Musik“ und „Kurzfilme und Filmgeschichte – worüber lässt sich reden, wenn man über Filme redet?“

An vier Terminen (ab 27.2.) wird Dr. Gero Ehlert mit den Teilnehmern ausgewählte klassische Werke besprechen und Hörbeispiele vorführen . Ziel ist es, das individuelle Hörerlebnis zu vertiefen. „Die Freude an klassischer Musik entsteht durch richtiges Hören, so wie man auch eine Sprache lernt“, erklärte Andreas Dreibrodt, Leiter der Musikbibliothek der Stadtbücherei. Als Abschluss des erstmals stattfindenden Kurses gehört das Konzert des „Ensemble Midt-Vest“ am 31. März. Die Kosten inklusive Konzert betragen 42,60 Euro; Anmeldungen sind bis zum 20. Februar bei der VHS möglich.

An Filmliebhaber, die neue Perspektiven an diesem Medium entdecken wollen, wendet sich der ebenfalls neue Workshop über Kurzfilme und Filmgeschichte (14./15. April). Karsten Wiesel, künstlerischer Leiter der Flensburger Kurzfilmtage und selbst Filmer, diskutiert anhand von Kurzfilmen aus verschiedenen Epochen die komplexe Kunstform Film und möchte das Bewusstsein für die Analyse schärfen – in Hinsicht auf die Gattungen, eingesetzte filmische Mittel wie Kameraführung und Rhythmus und den Kontext der Produktionsbedingungen. Zum Workshop gehört der Besuch der „Kinobühne“ am 29. April mit dem Film „Erlesene Welten“ von Beatrix Schwehm, der Fahrbüchereien in aller Welt darstellt. Anmeldungen sind bis zum 3. April möglich (Kosten: 54,40 Euro).

Möglichst schön, beeindruckend oder realistisch eigene Bilder zu produzieren, ist das Ziel des Projekts „Von der Idee zum präsentierten Bild“. Die Fotografen Susanne Bielenberg-Bruhn und Klaus Wanke erklären Grundlegendes wie Kameratechnik, aber auch Feinheiten, Kniffe und Tricks (fünf Termine ab 31. März) . Außerdem gehen sie mit den Teilnehmern auf zwei Fotoexkursionen. Der Clou: Passend zum Thema „Industriedenkmäler“ kooperiert die Untere Denkmalschutzbehörde und ermöglicht den Zugang zu Gebäuden, die der Öffentlichkeit verschlossen sind. Die Bilder werden im Rahmen des Kunstfleckens am 14. September, dem Tag des offenen Denkmals, im Saldern-Haus als Ausstellung präsentiert . Die Kosten betragen 81 Euro, Anmeldungen sind bis zum 21. März möglich.

Bereits ausverkauft ist „Neumünster auf den zweiten Blick“ (27.2.), bei dem die Teilnehmer einen Blick hinter die Kulissen des Theaters werfen. „Bei großer Nachfrage gibt es einen zweiten Termin“, sagt Kulturbüro-Leiterin Johanna Göb.

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