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Bordesholm : Blaulicht flackerte den ganzen Tag auf dem Festplatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

1200 Menschen informierten sich beim Helfertag in Bordesholm. Vorführungen, Rundflüge und Informationen von verschiedenen Organisationen gab es den ganzen Tag.

Bordesholm | Alles, was ein Blaulicht auf dem Dach hat, versammelte sich am Sonntag auf dem Festplatz an der Landesstraße 318 in Bordesholm: Zum ersten Mal präsentierten sich alle Rettungsorganisationen auf einen Blick, die in und um Bordesholm tätig sind. Zum „Bordesholmer Helfertag“ kamen neun Organisationen und zeigten, welche Hilfe sie in Notfällen leisten können.

Gut 1200 Menschen besuchten den Blaulichttag, den die Freiwillige Feuerwehr Bordesholm ausgerichtet hatte. „Die Resonanz war super, sowohl seitens der Besucher als auch von den Organisationen. Zu einem Tag der offenen Tür, zum Beispiel bei der Feuerwehr, kommen in der Regel nur die Freunde der Wehr. Mit so einer groß angelegten Veranstaltung wollten wir ein breites Publikum ansprechen“, erklärte Bernd Christensen, Gemeindewehrführer in Bordesholm. Vor Ort waren unter anderem die Bundespolizei, das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft, die Landespolizei und die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein. Neben ausgestellten Feuerwehr-Oldtimern und kostenpflichtigen Hubschrauberrundflügen kamen die Vorführungen der Helfer besonders gut an. Bei der Brandschutzerziehung der Bordesholmer Feuerwehr lernten die Besucher etwa, wie man mit Fettbränden umgeht. Eindrucksvoll war die Demonstration von explodierenden Spraydosen. „Gerade bei dieser Hitze sollte man unbedingt darauf achten, keine Sprühdosen wie etwa Haarspray im Auto zu lagern. Die können schon mal durch die Heckscheibe knallen“, warnte Bernd Christensen. Die Hundeführer des Technischen Hilfswerks (THW) vom Ortsverband Neumünster zeigten, was ihre vierbeinigen Spürnasen alles können. „Bobo ist ein geprüfter Rettungshund“, sagte Sabine Schilling (39), die mit ihrer fünfjährigen Drahthaar-Vizsla-Hündin im Notfall auf Menschensuche geht. Das Tier kann den Geruch von Menschen aufnehmen und im Wald, auf Flächen oder in Trümmern Vermisste ausfindig machen. „Sie ist nicht dazu ausgebildet, einen speziellen Menschen zu suchen. Sie bellt, sobald sie Menschen findet, die zum Beispiel sitzen oder kauern“, erklärte die Sonderpädagogin. Die Polizei fordert die Ehrenamtlerin bei Bedarf an, meistens ist es nachts. Bisher hatte Sabin Schilling zwei Menschen gefunden. Im vergangenen Jahr mussten die Helfer auf vier Pfoten 30 mal ausrücken, in diesem Jahr gab es zwei Einsätze. Etwa neun Stunden pro Woche opfert die Lehrerin dem Ehrenamt. „Ich helfe Menschen in Not. Dabei schätze ich die Teamarbeit mit meinem Hund“, sagte sie. 

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