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Brandschutz: : Blauer Elefant baut 25 Kita-Plätze ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Feuerwehr mahnte für das Obergeschoss im Kinderhaus einen zweiten Rettungsweg an: Jetzt werden die Gruppenräume geschlossen.

Neumünster | Der Kinderschutzbund (DKSB) Neumünster fährt seine Kita-Betreuung deutlich zurück. Ab Februar werden im Kinderhaus Blauer Elefant an der Plöner Straße 25 Kinder weniger als bisher betreut. Zwei von fünf Betreuungsgruppen werden aufgelöst. Das bestätigte DKSB-Geschäftsführer Till Pfaff gestern gegenüber dem Courier.

Der DKSB ziehe damit die Konsequenzen aus einer Brandschutzschau vom vergangenen April, sagte Pfaff. Die Kontrolleure der Feuerwehr hatten seinerzeit zwar keine akuten Gefährdungen ausmachen können, mahnten aber den Einbau eines zweiten Rettungsweges im Kinderhaus an, um die beiden Kita-Gruppen im Obergeschoss besser abzusichern. Bislang gibt es in dem Haus nur eine schmale Treppe ins Obergeschoss, die bisher aber auch nie beanstandet worden war.

Um den Brandschutz im Obergeschoss nachzubessern, hätte man tief in die bestehende Bausubstanz eingreifen müssen, zumal dann auch breitere Türen und Flure mit eingeplant werden müssten, erklärte Pfaff. „Wir haben uns daher entschlossen, das Obergeschoss nicht mehr für Kita-Gruppen zu nutzen.“ Einer Nutzung dieser Räume als Büros oder für Beratungsgespräche steht dagegen nichts entgegen.

Bislang wurden im Kinderhaus in fünf Gruppen insgesamt rund 65 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren betreut. Bereits zum Sommer war eine der drei Krippengruppen mit zehn Plätzen ausgelaufen. Zum 1. Februar kommenden Jahres soll auch die Familiengruppe mit 15 Betreuungsplätzen aufgelöst werden. Zwei weitere Krippengruppen und die Outdoor-Gruppe mit bis zu 20 Plätzen bleiben erhalten.

Für alle betroffenen Eltern habe man inzwischen alternative Betreuungsmöglichkeiten gefunden, unterstrich Pfaff: „Wir lassen niemanden auf der Straße zurück.“ Auch die drei Betreuer, die im Zuge der Gruppenauflösung den Kinderschutzbund verlassen, hätten inzwischen eine neue Perspektive, versichert Pfaff, der den Blick jetzt wieder nach vorn richtet: „Wir wollen nicht Neumünsters größte Kita werden, sondern uns auf eine bestmögliche Arbeit mit den Kindern konzentrieren.“

Um die Neuausrichtung umzusetzen, wird der Kinderschutzbund auch im Erdgeschoss des Kinderhauses Umbauten vornehmen müssen. Nach einer Überplanung durch ein Architekturbüro verhandelt Pfaff mit der Stadt über eine Kostenbeteiligung.

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erstellt am 10.Dez.2015 | 17:22 Uhr

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