Sv Tungendorf : Blasorchester brachte Kirche zum Beben

Beim Jahresabschlusskonzert am Sonnabend in der Anscharkirche präsentierte das Blasorchester Tungendorf mit einem abwechslungsreichen Programm zwei Stunden lang sein hohes musikalisches Niveau.
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Beim Jahresabschlusskonzert am Sonnabend in der Anscharkirche präsentierte das Blasorchester Tungendorf mit einem abwechslungsreichen Programm zwei Stunden lang sein hohes musikalisches Niveau. 

60 Musiker begeisterten beim BOT-Jahresabschlusskonzert 350 Besucher.

shz.de von
12. Dezember 2016, 08:30 Uhr

Neumünster | Mehr als 60 Musiker und rund 350 begeisterte Zuhörer brachten am Sonnabend die Anscharkirche im besten Sinne zum Beben. Immer wieder Anlass zu ausgelassen Beifallsstürmen gab hier das Blasorchester des SV Tungendorf (BOT), das sein Jahresabschlusskonzert erstmals an dieser Stelle präsentierte. „Wir haben von der Lutherkirche hierher gewechselt, um das Orchester einem noch größeren Publikum vorstellen zu können“, erklärte dazu SVT-Geschäftsführer Christoph Blöh, der gemeinsam mit der Schatzmeisterin Iris Meyer launig und informativ durch das Programm führte.

Feierlich eröffnet wurde der abwechslungsreiche Melodienreigen mit der Ouvertüre der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“, die das Blechbläserensemble „B(ot)blech“ sozusagen aus dem Off, am Eingang zum Kirchenschiff, anstimmte. Anschließend bewies der Nachwuchs im zehnköpfigen Vor-Orchester unter der Leitung von Kai Hunger zur diebischen Freude des Publikums, dass Blasmusik selbst vor einem Hip-Hop-Stück, wie dem zurzeit sehr angesagten Titel „Holz“ (einer Persiflage auf Teleshopping und Co) nicht Halt machen muss.

Anschließend nahmen dann die 60 „Profis“ ihre Plätze ein, um die Besucher, unter der Leitung von Daniel Wollrath, mit großartigen Arrangements, unter anderem zu Melodien aus dem Musical „Aladdin“ und symphonischen Höhepunkten aus den Filmen „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ sowie „Polarexpress“ in geradezu euphorisch-fröhliche Stimmung zu versetzen. Gleichermaßen bewiesen die Musiker im Alter von 12 bis 89 Jahren mit „Vom Himmel hoch“ und „Stille Nacht“ allerdings ebenso, dass ein so motiviertes Blasorchester wie das BOT auch leise ganz wunderbar klingen kann.

Im Rahmen des Konzertes ehrte der stellvertretende Vorsitzende des Landesmusikverbandes, Stefan Thomsen, die Fagottspielerin Myriam Jordan (39) für ihre 30-jährige Mitgliedschaft. Außerdem zeichnete er den Trompeter Odin Reiter (22) für sein zehnjähriges Wirken im BOT aus.

Ein besonderes Geschenk machte das Orchester seiner Querflötistin Nele Ketels (18). Denn den Erlös aus dem Punschverkauf in der Pause darf die junge Frau zur Finanzierung ihres in Kürze beginnenden Freiwilligendienstes im fernen Indien verwenden.

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