Landesweiter Gottesdienst : Bischof gab Radlern Orientierung

Pastor Hajo Peter (links) und Bischof Gothart Magaard segneten Besucher des Fahrrad-Gottesdienstes.
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Pastor Hajo Peter (links) und Bischof Gothart Magaard segneten Besucher des Fahrrad-Gottesdienstes.

250 Besucher folgten dem landesweiten Fahrrad-Gottesdienst auf der Klosterinsel mit Bischof Gothart Magaard.

shz.de von
15. Mai 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | „Unterwegs auf der Landkarte des Lebens“ – unter dieser Überschrift fand gestern zum zweiten Mal ein landesweiter Fahrrad-Gottesdienst auf der Klosterinsel in Rencks Park statt. 250 Besucher waren trotz herbstlicher Temperaturen um 11 Uhr im Park erschienen, um gemeinsam mit Bischof Gothart Magaard und Vertretern aus sechs Neumünsteraner Kirchengemeinden Christi Himmelfahrt unter freiem Himmel zu feiern.

Unter den Besuchern gab es jede Menge Radfahrer, deutlich erkennbar an ihrer Kleidung und den vielen Fahrrädern, die neben der Festwiese standen. Horst Koppatscheck war eigens aus Flensburg samt Fahrrad zum Gottesdienst gekommen. „Für die Strecke Flensburg – Neumünster habe ich den Zug genommen“, berichtete das Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). „Mein Rad hab ich dabei, um nach dem Gottesdienst gemeinsam mit dem Bischof und den anderen Besuchern an der Tour teilzunehmen, die der ADFC extra für diesen Tag geplant hat“, sagte der Flensburger.

Erhard Asbrand hatte die 20 Kilometer von seinem Heimatort nach Neumünster auf dem Drahtesel zurückgelegt. Auch der Bad Bramstedter wollte an der Radtour teilnehmen.

Doch bevor sie sich auf die Tour Richtung Schillsdorf machten, folgten beide Radler dem einstündigen Gottesdienst, lauschten der Anschar-Bläsergruppe unter der Leitung von Sven Thomas Haase und hörten die Predigt von Bischof Gothart Magaard, in der es um Orientierung ging. „Jeder Mensch braucht Orientierungspunkte im Leben. Grundlinien spielen dabei eine wichtige Rolle. An manchen Gabelungen müssen wir uns neu orientieren, manchmal gibt es Baustellen auf unseren Lebenswegen, die uns zum Innehalten zwingen“, sagte der Bischof. Fahrrad und Kompass seien wichtige Dinge, um vorwärts zu kommen. Bibel und Kreuz gehörten für ihn zur inneren Ausstattung einer Wegstrecke, so Gothart Magaard. „Das Leben muss immer vorwärts gelebt werden. Aber manches erklärt sich erst im Rückblick“, wendete er sich an die Gemeinde.

Im Anschluss an die Predigt ergriffen viele Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, sich von einem der Kirchenvertreter den kirchlichen Segen geben zu lassen. Danach luden die Pfadfinder der Anschargemeinde zu einem Teller heißer Suppe.

Nach der Mahlzeit ging es für viele Besucher aufs Rad. Sie machten sich auf den Weg mit einer wärmenden Suppe im Bauch und dem Satz des begeisterten Fahrradfahrers Bischof Gothart Magaard im Ohr: „Radfahrer sind besonders hilfsbereit und rücksichtsvoll“. 




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