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Endspurt auf der Baustelle : Bis zur letzten Minute wurde gearbeitet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Um 17 Uhr mussten gestern alle Handwerker die Holsten-Galerie verlassen. Heute öffnen sich um 8 Uhr zum ersten Mal die Türen.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Buchstäblich bis zur letzten Minute wurde gestern an und in der Holsten-Galerie gewerkelt. Um 17 Uhr, so die schriftliche Anweisung von ECE, hatten alle Handwerker das Gebäude zu verlassen. Da waren die letzten Regale eingeräumt, vor dem Parkhaus gerade die letzten Erdarbeiten erledigt und die letzten Klinkerflächen gefegt. Die rund 600 Gäste der Eröffnungsfeier merkten davon nichts mehr.

Man muss kein Fan von riesigen Einkaufszentren sein, aber Respekt haben sich die Leute der Firma ECE verdient: In nur 19 Monaten, vom Abriss der alten Gebäude bis zur Eröffnung, haben sie die Holsten-Galerie in die Innenstadt gepfeffert. Heute um 8 Uhr öffnen sich zum ersten Mal die Tore.

Das ist dann selbst für alte Hasen von Europas größtem Shopping-Center-Betreiber der spannendste Moment: „Wie nehmen die Kunden das Center am ersten Tag an? Das zu erfahren, ist für uns ganz wichtig“, sagte gestern Marcus Janko, der Projektdirektor der Holsten-Galerie.

Bis auf eine Handvoll Läden sind alle Flächen belegt. 95 Geschäfte, Dienstleistungsbetriebe und ein großer Gastronomie-Bereich (neun Anbieter, 350 Plätze im gemeinsamen Sitzbereich) sollen die Kunden anziehen. 51 Prozent sind Modegeschäfte. 20 Mieter kommen aus Neumünster oder Umgebung; einige haben vorläufig einen Leerstand hinterlassen. 56 Firmen oder Sortimente sind vertreten, die es nach ECE-Angaben bislang nicht in Neumünster gab.

Im Center gibt es mehrere Sitzecken, die an Wohnzimmer erinnern sollen. Ein kleiner Spielplatz im Gastro-Bereich, eine digitale Kinderspielfläche in der Mall und kostenloses W-Lan im gesamten Center gehören ebenfalls dazu.

Auch wenn im Prinzip alles fertig ist, werden die Bautruppen von ECE noch ein paar Monate vor Ort sein, um die letzten Arbeiten zu erledigen und die letzten Läden fertig zu machen. Die Container-Anlage an der Fabrikstraße wird aber schon nach und nach abgebaut. „Irgendwann muss das Centermanagement dann ohne uns klarkommen“, sagte scherzhaft Bauleiter Eberhardt Sturm.

Gespannt darf man sein, wie sich die Galerie auf den übrigen Handel auswirkt. Der Einzelhandelsverband hatte frühzeitig gewarnt und ist immer noch skeptisch: „Die Holsten-Galerie ist eine enorme Herausforderung für andere Einkaufslagen, und zwar sowohl in der Innenstadt als auch in den Randlagen oder gar den Nachbargemeinden. Es wird beachtliche Umsatzumverteilungen geben. Das betrachten wir nicht ohne Sorge“, sagt Dierk Böckenholt vom Handelsverband Nord. Immerhin erhöht sich die Verkaufsfläche in der Innenstadt heute auf einen Schlag um etwa 50 Prozent. Böckenholt: „Wir hätten uns gewünscht, dass das Einkaufszentrum direkt am Großflecken entstanden wäre. Der jetzige Standort der Galerie war aber offensichtlich alternativlos.“

 

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