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Baustelle Einkaufszentrum : Bis zu 800 Arbeiter bauen die Galerie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt und Investor planen die nächsten Bauphase für das neue Einkaufszentrum: Es wird noch enger in der Innenstadt

Neumünster | Man kann fast zugucken, wie die Holsten-Galerie wächst. Im Viertelstundentakt werden auf Neumünsters größter Baustelle derzeit die Betonelemente zusammen gefügt – und doch ist es nur der Anfang: Mit Beginn des Rohbau-Ausbaus erwarten die Planer bis zu 500 Handwerker, die auf dem Areal zwischen Teich und Bahnhof aktiv werden. In der Schlussphase – ab Spätsommer 2015 – dürfte die Zahl inklusive Ladenbauer, Innenausstatter und Reinigungskräfte auf 800 Arbeiter ansteigen: In der Stadt dürfte es in den kommenden Monaten noch enger werden.

Wie der Ansturm der Bauleute zu bewältigen ist, wird derzeit zwischen Stadt und Investor verhandelt. „Wir erwarten ein schlüssiges Logistikkonzept des Bauherrn, um die Verkehrsflüsse trotz Mammutbaustelle am Fließen zu halten“, erläuterte Ralf-Joseph Schnittker, Tiefbauchef der Stadt, gestern gegenüber dem Courier. Fest eingeplant in das Konzept ist dabei das neue ECE-Parkhaus, das derzeit an der Kaiserstraße entsteht. Im November soll es fertig sein und dann schon einmal einen Großteil der täglich anrollenden Handwerker-Fahrzeuge schlucken. „Wir glauben, dass sich das Dauerparker-Kontingent hier noch ausweiten lässt“, hofft Schnittker. Das Problem: Die für die Galerie-Kunden ausgelegten Parkdecks können nur mit Fahrzeugen bis maximal 2,10 Höhe befahren werden. Zu hoch für viele Handwerker-Kombis oder Kleinwagen. Bei der Stadt hat man deshalb bereits eine baustellennahe Parkfläche für Kleinlaster und Sprinter ins Auge gefasst, die ausschließlich den Baustellen-Handwerkern zur Verfügung stehen soll. Welche Fläche das ist, will die Stadt mit Rücksicht auf die laufenden Verhandlungen noch nicht verraten.

Unklar ist derzeit auch noch, wo ECE die Logistikfläche einrichten will, die den reibungslosen Verkehr von Schwertransporten in die Innenstadt sicherstellen soll: Damit sich die Lkw bei der Anfahrt zur Baustelle nicht gegenseitig im Wege stehen, brauchen die Planer eine Aufstellfläche außerhalb, wo die Schwertransporter auf Abruf warten können. Die Stadt wünscht sich dafür eine Fläche im Stadtnorden.

Einem zusätzlich drohenden Problem will Schnittker weitgehend aus dem Wege gehen: Um zum Start der Holsten-Galerie (Ende 2015) eine möglichst reibungslose Anreise zum Parkhaus zu gewährleisten, hat sich die Stadt verpflichtet, den Konrad-Adenauer-Platz bis dahin verkehrsgerecht auszubauen. Zugleich ist der Bahnhofsplatz aber eine der Hauptanfahrtsrouten für den wachsenden Baustellenverkehr. Es sei daher wichtig, den Umbau noch im 1. Quartal 2015 abzuschließen, sagt Schnittker. Das sei auch machbar, weil man die Fahrbahnen nur noch in Teilbereichen anfassen müsse. „Die Platzgestaltung ist dann vielleicht noch nicht abgeschlossen“, kündigt Schnittker an, „aber die Infrastruktur muss stehen.“

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erstellt am 23.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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