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Lange Nacht der Mathematik : Bis in die Nacht rauchten die Köpfe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum zwölften Mal veranstalteten die Abiturjahrgänge dreier Gymnasien die weltweite „Lange Nacht der Mathematik“ mit über 12 000 Teilnehmern.

Neumünster | Kondition und Kombinationstalent bewiesen in der Nacht von Freitag auf Sonnabend die Schüler, die an der „Langen Nacht der Mathematik“ teilnahmen. In Deutschland beteiligten sich 12 400 Schüler an rund 250 Schulen, in Neumünster gingen 655 Schüler an den Start. Auch international, etwa in Prag, Brüssel und Singapur, rauchten wieder bis zum frühen Morgen die Köpfe.

Bereits zum zwölften Mal hatten die Schüler der Abiturjahrgänge an der Holstenschule, der Klaus-Groth-Schule sowie der Alexander-von-Humboldt-Schule (AHS) dafür gesorgt, dass die Mathefans in aller Welt ordentlich zu tun hatten. „Für jede Altersstufe werden 30 Aufgaben entwickelt. Aber für die 120 benötigten Aufgaben müssen bestimmt 1000 Aufgaben gerechnet und überprüft werden, bevor diese ins Internet gestellt werden können. Allein das ist schon eine enorme Leistung“, erklärte Mathematiklehrer Sven Schmidt, der gemeinsam mit 18 Kollegen und zahlreichen Eltern die Nacht in der AHS durchmachte.

Ausgerüstet mit jeder Menge Naschis als Nervennahrung starteten hier 332 Schüler in 109 Teams den Rechenmarathon pünktlich um 18 Uhr – und nach zwei Stunden konnte das „Rechenzentrum“ anhand der online übermittelten Ergebnisse vermelden, dass 1162 Gruppen die erste Runde geschafft hatten. Mit Jubelrufen belohnten sich hier allerdings nicht nur die kleinen Rechenkünstler für ihre Erfolge. Auch bei den Lehrern herrschte Begeisterung. „Die 8 e brauchte nur 25 Minuten und vier DIN-A4-Seiten für eine Gleichung mit vier Unbekannten. Das geht weit über die Anforderungen des Jahrgangs hinaus“, freute sich Dr. Wilfried Schlüter.
Doch neben der Tüftelei bei den Aufgaben kam der Spaß an der Sache natürlich auch nicht kurz. „Super ist, dass man hier seine Freunde trifft. Außerdem ist das hier viel besser als der normale Matheunterricht“, lautete denn auch das Urteil von Lina (12), die gemeinsam mit ihren Freundinnen Mina (13) und Dore (14) eifrig an den richtigen Lösungen feilte.

„Der Wettbewerbscharakter steht für uns nicht im Vordergrund. Es wird zwar am Ende eine Rangfolge veröffentlicht. Aber zu gewinnen gibt es außer der Ehre nichts“, erklärte Organisator Helge Görtemaker am Ende etwas müde, jedoch erfreut über den großen Erfolg der Mathe-Party schmunzelnd. Weitere Infos zur Mathenacht gibt es im Internet unter www.mathenacht.de.



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