zur Navigation springen

Holstenhallen : Biomesse mit Anlaufschwierigkeiten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einige tausend Besucher informierten sich gestern über Bio- und fair gehandelte Produkte. Die Erwartungen der Veranstalter wurden aber nicht erfüllt.

Neumünster | Vom „bunten Rauschen und wildem Treiben“ sang Musiker Reiner Bublitz gestern Nachmittag auf der ersten „Bioplusbio-Leitmesse“, doch vor der großen Bühne auf dem Außengelände der Holstenhallen wanderten nur vereinzelt Leute vorbei. Einige tausend Besucher informierten sich bei der Premiere „von Deutschlands größtem Öko-Markt“, wie die Organisatoren Michael Reinhardt und Christiane Dingler die Veranstaltung angekündigt hatten. Genauere Zahlen lagen gestern Abend noch nicht vor. Mit 20    000 Interessierten hatte das Paar, das bisher den Gottorfer Landmarkt veranstaltete, vorher gerechnet. Trotzdem versuchten beide eine gute Miene zu machen: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat prima geklappt, wir wurden sehr gastfreundlich in Neumünster aufgenommen. Für Anregungen sind wir jetzt dankbar.“

Zum Start um 10 Uhr morgens sah es noch gut aus. Das weitläufige Außengelände füllte sich schnell. Bei den 120 Ausstellern gab es ja auch einiges zu sehen. Ob biologisch hergestellte Nahrungsmittel, Kleidung, Pflanzen, Schmuck oder Reinigungsmittel: Ein breites Angebot lockte nicht nur zum Einkaufsbummel, sondern auch zum Mitmachen. Die Besucher konnten mit der Kutsche fahren, frisches Brot probieren, kleine Kunstwerke aus Holz selbst herstellen und Tiere wie die Schweine und Schafe aus der Arche Warder oder die Kuh „Mausi“ bei den „Öko-Melkburen“ streicheln. Auf der Bühne wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Fachvorträgen, Modeschau, Gebeten und Meditationen, Musik, Gartentipps und einer Koch-Show geboten. Niels Lehmann vom Bio-Hof Dannwisch zeigte, wie man Käse herstellt, es gab verschiedene Kinder-Mitmach-Aktionen, Eckhard Sievers, Deutscher Meister mit Bordercollie Sid präsentierte eine Hütehund-Vorführung.

„Es ist schon interessant hier, schade, dass so wenig los ist“, sagte Rhonda Baran aus Faldera, die mit ihren Kindern Ciana (7) und Lana (6) vorbeigekommen war. Elke Karnowski aus Einfeld lobte die Vielfalt: „Ich bin in der Umweltbildung tätig, deshalb finde ich diese Messe toll.“

Die Organisatoren kündigten an, dass es eine zweite Auflage der Bio-Messe in Neumünster geben werde, wann sei allerdings offen.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 24.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen