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Grossenaspe : Biogasanlage: Genehmigung lag vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem Ventilschaden auf der Biogasanlage Brokenlande dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft an.

Absaugen, ausbaggern, Mutterboden abschieben: Nach der Havarie eines Fermenters für Gärstoffe auf der Biogasanlage Brokenlande vor gut einer Woche sind die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange.

Zwei Millionen Liter Gärstoff waren in einen Auffangbereich gelaufen, nachdem ein Ventil an einem Fermenter aus der Fassung gedrückt worden war (der Courier berichtete). Das Erdreich wird nun seit einer Woche abgetragen.

„Bis heute werden wir 95 Prozent des ausgelaufenen Substrates aufgenommen haben. Danach gehen die Aufräumarbeiten in einigen unzugänglichen Ecken weiter“, berichtete der Betreiber Christian Saul. „Wir gehen davon aus, dass von der Flüssigkeit aufgrund der Temperaturen kaum etwas in das Erdreich eingezogen ist. Aber wir werden hier nach Abschluss der Abräumarbeiten aus den vorhandenen Prüfbrunnen Proben ziehen, und dann müssen wir schauen, was dabei herauskommt“, erklärte er weiter.

Auf weitere Ergebnisse der Untersuchungen wartet die Staatsanwaltschaft Kiel. „Die ersten definitiven Erkenntnisse werden erst Mitte der Woche vorliegen“, hieß es aus der zuständigen Abteilung Umweltschäden. Man ermittle in alle Richtungen. Dies gelte sowohl für die Untersuchung des eigentlichen Ventilschadens als auch für die festgestellte Verunreinigung des Grundwassers. Dabei werde auch dem Verdacht nachgegangen, ob die erhöhten Werte direkt mit dem Unfall zusammenhängen oder ob es sich um eine Belastung handelt, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.

„Fest steht allerdings bereits, dass die eingebauten Ventile Standardmodelle sind, die vielerorts in Biogasanlagen eingebaut werden. Bestätigt wurde außerdem, dass für die Biogasanlage alle notwendigen Genehmigungen und Abnahmen vorliegen“, hieß es aus der Fachabteilung.

In das besagte „Unglücksloch“ im Fermenter ist ein neues Ventil eingebaut worden. Allerdings wurde dieses (sowie auch alle anderen Ventile in den neuen Lagersilos) mit verstärkenden Sicherungsblechen versehen. Diese sollen nun dafür sorgen, dass die Schieber halten – auch wenn großer Druck auf sie ausgeübt wird oder falls sich die Dichtungsringe verschieben, die das Ventil in seiner Fassung halten sollen.



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erstellt am 03.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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