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Holsteinischer Courier

19. November 2017 | 17:18 Uhr

Jazz : Bigbands spielten pure Lebensfreude

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

280 begeisterte Zuhörer erlebten im Festsaal der Stadthalle ein faszinierendes Konzert / Gemeinschaftsschüler heizten dem Publikum ein

Neumünster | Jazz vom Feinsten bereitete die NDR-Bigband am Freitagabend den rund 280 begeisterten Gästen im Festsaal der Stadthalle. Die Profi-Musiker hatten mit Joca Perpignan (Percussion, Gesang) und Alon Yavnai (Klavier, Gesang) zwei Stargäste internationalen Renommées mitgebracht.

Bevor die umwerfenden Hochkaräter mit ihrer Musik bezauberten, durfte die Bigband der Gemeinschaftsschule Faldera unter der Leitung von Christoph Rohlfing auf dem NDR-Equipment ihr Repertoire zum Besten geben. Mit einem super Sound heizte das Schülerorchester dem Publikum ein. Schülerin Vivien Pomarius (18) traute sich, vor dem großen Publikum ihre schöne Stimme erklingen zu lassen. „Ich war ganz schön aufgeregt, aber dann hat es besser geklappt als bei den Proben“, sagte sie nach ihrem Auftritt.

„Es ist Tradition, dass eine der drei Neumünsteraner Schul-Bigbands vor dem Konzert der Profis auf die Bühne darf. Neben der Gefa hat noch die Immanuel-Kant-Schule und die GS Brachenfeld eine Bigband“, erklärte Ralf Johannsen vom Jazz-Club, der den Abend zum zehnten Mal veranstaltete. „Der Auftritt der NDR-Bigband ist in jedem Jahr ein Highlight in unserem Programm, um das wir die anderen Termine herum bauen. Sie planen uns in ihre Tour im April regelmäßig mit ein. Finanzieren können wir das nur Dank großzügiger Spenden und dem Entgegenkommen der NDR-Bigband. Es ist uns wichtig, dass Jazz bezahlbar bleibt“, sagte der Vorsitzende.

Es war wieder ein großartiges Konzert, das das reine Männer-Ensemble aus Bläsern, Schlagwerk, Gitarre und Piano unter der Leitung des englischsprachigen Tim Hagans schuf. Die beiden Gastmusiker spielten selbstkomponierten Jazz aus ihrer Heimat Südamerika, gemixt mit Klängen aus Afrika und dem Nahen Osten – eine Mischung, die einem pure Lebensfreude ins Blut pumpte. Beide sangen dazu auf portugiesisch. Es war faszinierend zu beobachten, wie der gebürtige Brasilianer Joca Perpignan seine Hände über die Trommeln fliegen ließ, sie manchmal nur flüchtig berührte, dann wieder kräftig schlug, ein exotisches Instrument nach dem anderen hervorzauberte. In wunderbarer Harmonie fügten sich das Klavierspiel seines israelischen Kollegen Alon Yavnai und die hervorragenden Bläser der Bigband ein. Ausgelassen klatschte das Publikum mit und spendete stürmischen Applaus.

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