Neumünster : BGH zahlt vier Prozent Dividende

An der Ecke Gerhart-Hauptmann-Platz/Max-Richter-Straße wurde der alte Block aus den 1950er-Jahren abgerissen. Hier entstehen 30 neue Wohnungen, 13 davon sind öffentlich gefördert.
An der Ecke Gerhart-Hauptmann-Platz/Max-Richter-Straße wurde der alte Block aus den 1950er-Jahren abgerissen. Hier entstehen 30 neue Wohnungen, 13 davon sind öffentlich gefördert.

Die Baugenossenschaft Holstein schraubt die Bilanzsumme erstmals über 70 Millionen Euro. Die 2480 Wohnungen sind nahezu voll vermietet.

shz.de von
16. Mai 2018, 08:31 Uhr

Neumünster | Gute Nachricht für die 3537 Mitglieder der Baugenossenschaft Holstein (BGH), die ja nicht nur Mieter, sondern auch Miteigentümer sind: Wegen der guten Bilanzdaten kann auch in diesem Jahr wieder die stattliche Dividende von vier Prozent ausgezahlt werden.

Vorstand Carsten Henning und Prokuristin Britta Wendt stellten gestern die Zahlen vor. Mit 2480 Wohnungen konnte die BGH ihren Bestand trotz einiger Abrisse leicht um 15 Einheiten ausbauen. Das liegt vor allem am 1. Juli 2017 bezogenen neuen Wohnquartier „50+7“ an der Boostedter Bahnhofstraße. Die BGH investierte hier 4,7 Millionen Euro in den Neubau von 27 barrierearmen Wohnungen.

Auch in Faldera war die Baugenossenschaft aktiv und steckte 2,7 Millionen Euro in die energetische Sanierung von 51 Wohnungen am Rutenkamp und an der Wasbeker Straße. Insgesamt beliefen sich die Bauinvestitionen auf 8,3 Millionen Euro. Die Bilanzsumme kletterte durch die Bauinvestitionen um 6,2 auf 70,7 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liegt bei 36 Prozent.

Die Investitionen zahlen sich aus. Mit einer Quote von 0,8 Prozent ist der Leerstand so niedrig wie seit Langem nicht mehr. „Das ist Vollvermietung“, so Henning. Auch in diesem Jahr wird kräftig gebaut und saniert. Letzteres an der Nachtigallenstraße, am Rutenkamp und der Wasbeker Straße. Größtes Vorhaben ist der 4,4 Millionen Euro teure Neubau von 30 Wohnungen im Komplex Gerhart-Hauptmann-Platz 5+6/Max-Richter-Straße 1-3. 13 der Wohnungen sind öffentlich gefördert.

Henning: „Wir werden unserer sozialen Verantwortung gerecht und versuchen, wo es möglich ist, Wohnraum auch im geförderten Wohnungsbau zu erstellen und zu vermieten.“ Die Neubau-Miete im sozialen Wohnungsbau bei der BGH liege zurzeit bei 5,60 Euro pro Quadratmeter netto kalt. „Wenn wir unseren gesamten Bestand betrachten, liegen wir bei einer Durchschnittsmiete von unter 5 Euro“, so Henning.

Die Baugenossenschaft versuche zudem, bei ihren Bauvorhaben vorrangig Firmen aus Neumünster und der Region zu berücksichtigen. Henning: „Das war schon immer unsere Maxime.“

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