Trauerfeier : Bewegender Abschied von Herbert Gerisch

Zwischen Porträt und Büste von Herbert Gerisch war  der Sarg aufgebahrt. Der frühere Justizminister Heiko Hoffmann hielt als alter Weggefährte eine der Trauerreden.
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Zwischen Porträt und Büste von Herbert Gerisch war  der Sarg aufgebahrt. Der frühere Justizminister Heiko Hoffmann hielt als alter Weggefährte eine der Trauerreden.

Mehr als 300 Trauergäste erwiesen dem am 1. April gestorbenen Kunstmäzen, Unternehmer und Politiker im Skulpturenpark die letzte Ehre.

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15. April 2016, 08:00 Uhr

Neumünster | Heute wäre Herbert Gerisch 94 Jahre alt geworden, und die Familie geleitet ihn im engsten Kreis zu seiner letzten Ruhestätte. Gestern war der Tag des öffentlichen Abschieds von dem am 1. April gestorbenen Kunstmäzen, Unternehmer, Politiker und langjährigen Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes in Neumünster.

Unter den mehr als 300 Trauergästen waren viele alte Weggefährten in den Skulpturenpark gekommen, der Herbert Gerischs Namen trägt. Unter den Trauergästen waren Kulturministerin Anke Spoorendonk und Landtagspräsident Klaus Schlie, Neumünsters oberste Repräsentanten mit Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, der DRK-Landesgeschäftsführer Torsten Geerdts und viele andere bekannte Namen.

Allein das schon unterstreicht das Wirken Herbert Gerischs. Heiko Hoffmann, der frühere Justizminister, nannte den Verstorbenen in seiner Trauerrede eine der „bedeutendsten Persönlichkeiten in Schleswig-Holstein nach dem Krieg“ und hob als Herbert Gerischs prägende Eigenschaften die „optimistische Grundhaltung“, „die intuitive Gabe, andere Menschen zu überzeugen und mitzunehmen“, aber auch seine „ausgeprägte Führungsstärke“ hervor.

Ähnlich bewegende Worte fand Uli Wachholtz als Freund des Hauses und langjähriger Vorsitzender des Stiftungsrats der Gerisch-Stiftung. „Wer stellt schon seinen persönlichen Garten der Öffentlichkeit zur Verfügung?“, sagte Wachholtz. Den sicherlich schwersten Part hatte Herbert Gerischs Ehefrau Brigitte Gerisch-Hölk, aber ihr Herbert hatte es sich gewünscht, dass sie „hier vor den Leuten stehe“. In sehr persönlichen Worten erinnerte sie an „den Geist, das Wirken und Schaffen“ ihres Mannes, an 36 wunderschöne gemeinsame Jahre und an den Aufbau der Stiftung und die Villa Wachholz als „arkadischen Rückzugsort“.

„Mit Leidenschaft haben wir innerhalb kürzester Zeit den Skulpturenpark in Neumünster etabliert“, sagte Brigitte Gerisch-Hölk und versprach: „Deine Stiftung in deinem Sinne weiter zu führen, wird meine ganze Kraft einnehmen.“

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