Neumünster : Betrunken auf den Straßen

Betreuer Kevin Francksen (links) gab dem Schüler Robin Zöllner (22) Anweisungen im Simulator.
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Betreuer Kevin Francksen (links) gab dem Schüler Robin Zöllner (22) Anweisungen im Simulator.

Schüler werden durch eine Simulation vor Alkohol am Steuer gewarnt.

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16. Mai 2018, 13:00 Uhr

Neumünster | Wie ist das eigentlich, betrunken Auto zu fahren? Dieser Frage gingen Schüler der Theodor-Litt-Schule (TLS) gestern auf den Grund. Allerdings ganz ohne etwas getrunken zu haben.

Mittels einer Fahrsimulation der „Don’t drink and drive Academy“ konnten die Schüler erfahren, wie es sich anfühlt, mit 0,8 Promille zu fahren. „Fühlte sich eigentlich ganz normal an“, sagte Robin Zöllner. Allerdings setzte der 22-Jährige sein Auto frontal an eine Laterne. Sogar Betreuer Kevin Francksen konnte sich ein Grinsen bei der Aktion nicht verkneifen.

Allerdings hat der Schüler auch keinen Führerschein. Für ihn war der Simulator deshalb noch etwas schwieriger. Für ihn war der „Promille-Parcours“ deutlich besser geeignet. Hier musste der Schüler eine Brille aufsetzen. Diese verzerrte seinen Blick so, wie es mit 1,3 Promille der Fall wäre. Derart eingeschränkt sollte er dann einen Parcours ablaufen. Auch das klappte mehr schlecht als recht. Betreuerin Laura Vassilaki musste den 22-Jährigen stützen und ihn durch den Parcours geleiten. „Ich musste die ganze Zeit auf meine Füße gucken. Alles andere war extrem verzerrt“, sagte der Schüler. Sein Fazit: „Nach einer Party sollte man sich lieber von den Eltern abholen lassen, als alleine nach Hause laufen.“ Bei ihm ist die Botschaft angekommen. „Wir möchten für die Gefahren, die Alkohol im Straßenverkehr mit sich bringt, sensibilisieren“, so Jens Strieder von der „Don’t drink and drive Academy“. Außerdem möchten sie die Fahranfänger dazu erziehen, in ihrem Freundeskreis eine Vorbildrolle einzunehmen.

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