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Holstenhalle : Betriebe suchen händeringend Auszubildende

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Messe „Betriebe hautnah“ bot Chance, sich in Szene zu setzen

Neumünster | Auf dem Ausbildungsmarkt hat sich schon längst der Wind gedreht. Die jungen Leute haben die Qual der Wahl, und die Unternehmen müssen sich für den talentierten Nachwuchs strecken. Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Aktuell gibt es noch 81 freie Lehrstellen im Bezirk der Agentur für Arbeit Neumünster.

Die veranstaltete gestern in der Holstenhalle 4 bereits zum 6. Mal ihre Ausbildungsmesse „Betriebe hautnah“ für Schüler. Das Interesse der Unternehmen, sich hier präsentieren zu können, ist nach wie vor hoch. Und das liegt nicht daran, dass eine Messe-Teilnahme keine Standgebühren kostet. 60 Unternehmen stellten sich mit etwa 150 Ausbildungsberufen und Studiengängen vor.

„Das Angebot ist riesig. Schüler sollen sich hier einen realistischen Eindruck verschaffen“, nannte Jens-Peter Stahl, der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur, die Idee hinter der Berufsfindungsmesse. Der Trend, weiter zur Schule zu gehen, sei zurzeit sehr ausgeprägt, aber nicht immer die richtige Entscheidung, so Stahl. Mit einem guten Realschulabschluss könne man schon viel erreichen.

„Die Messe ist wichtig für uns. Berufe wie Orthopädietechniker oder -schuhmacher sind leider nicht so bekannt“, sagte Reiner Wallus, der Ausbildungsleiter beim Sanitätshaus OTN. „Betriebe hautnah“ sei eine Chance, das zu ändern.

Am Stand der Parfümerie Schuback konnten sich die Schüler für Bewerbungsfotos schminken lassen. Der Landesverein für Innere Mission in Rickling lockte mit einem Gesundheits-Check. „Wir stellen hier unsere Pflegeberufe vor, haben aber auch handwerkliche und kaufmännische Berufe“, erläuterte Claudia Heller vom Landesverein.

Viel Aufwand. Doch Klappern gehört mittlerweile zum Geschäft. „Es wird immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden“, sagte Fred Woebs, der Lehrlingswart der Elektroinnung Neumünster. Nicht nur bei den Landesforsten, sondern auch bei den Stadtwerken erklärten Azubis wie Lukas Borgert den Schülern, wie es läuft. Tim Husfeldt (15) war mit seinem Großvater Horst Budelmann (77) auf der Messe. Der Stadtführer war früher Ausbildungsleiter im Bahn-Ausbesserungswerk an der Kieler Straße mit bis zu 240 Lehrlingen und hatte Tipps parat.

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erstellt am 26.Nov.2015 | 19:18 Uhr

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