Nach dem Feuer : Betrieb in Einfelder Bäckerei läuft wieder

Nadine Sachau vor dem zerstörten Ofen, der den Brand auslöste.  Foto: roe
Nadine Sachau vor dem zerstörten Ofen, der den Brand auslöste. Foto: roe

In der Nacht zu Sonntag Brand in der Hauptfiliale. Backstube und Geschäft wieder in Ordnung gebracht.

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30. April 2013, 08:38 Uhr

Neumünster | Langsam kehrt im Unternehmen De Buurn Bäcker wieder die Normalität ein. In der Nacht zum Sonntag hatte ein Brand in der Hauptfiliale in der Einfelder Dorfstraße den gesamten Betrieb lahmgelegt, gestern wurde wieder gebacken und verkauft.

Nadine Sachau, die den Familienbetrieb mit sieben Filialen und 42 Mitarbeitern gemeinsam mit ihrem Mann Joachim betreibt, erinnert sich: "Mein Mann hatte in der Nacht schon eine Zeit lang gearbeitet, als er merkte, dass einer unser drei Öfen ausgefallen war." Kurz darauf traten oben aus dem Gerät Flammen aus. Anfangs habe der 49-Jährige selbst versucht zu löschen. Schnell habe er aber einsehen müssen, "dass das nichts bringt", so die 33-Jährige.

Dann habe ihr Mann die Feuerwehr gerufen und gemeinsam mit den Mitarbeitern so schnell wie möglich die Mieter im angrenzenden Haupthaus der Bäckerei geweckt. Durch die Holzdecke des alten Hauses fraß sich das Feuer bis in die oberen Etagen, daher musste die Feuerwehr auch in den Zwischenwänden einige Glutnester löschen. Eine der vier Wohnungen sei nach dem Brand nun unbenutzbar, ihr Bewohner erst einmal ausquartiert. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist allerdings enorm. Wie hoch genau, kann Nadine Sachau noch nicht sagen, da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Der Ofen müsse ausgetauscht und das Haus teilweise renoviert werden. Dazu kommt der Verdienstausfall. In der Hauptfiliale werden auch die Teigrohlinge angerührt, die in den Filialen dann aufgebacken und verkauft werden. Am Sonntag war die komplette Tagesproduktion hin.

Den abgebrannten Ofen sperrte die Polizei, bis die Brandursache geklärt ist. Den Rest des Brand-Sonntags wiederum haben die Sachaus gemeinsam mit einigen Gesellen und Auszubildenden damit verbracht, die Backstube und das Geschäft soweit herzurichten, dass der Betrieb gestern wieder aufgenommen werden konnte. Ein Elektriker- und ein Sanitärunternehmen sorgten dafür, dass auch Strom- und Wasserversorgung wieder hergestellt wurden. "Ich möchte allen Helfern für ihren tatkräftigen Einsatz danken", sagt Nadine Sachau. Sie hat trotz des enormen Schadens ihren Optimismus nicht verloren. "Es bringt ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken", sagt sie.

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