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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 09:34 Uhr

Noro-Virus : Besuchsverbot im FEK

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zahl der Patienten ist in den vergangenen Tagen rasant angestiegen / Sie dürfen nicht besucht werden / Auch Grippe-Fälle nehmen wieder zu

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2017 | 08:10 Uhr

Neumünster | Die erste Welle des Noro-Virus’ mit Durchfall und Erbrechen in dieser Saison rund um Weihnachten war schon heftig (der Courier berichtete). Aber was seit dem vergangenen Wochenende im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) passiert, hat der Ärztliche Direktor Dr. Ivo Markus Heer so auch noch nicht erlebt: „In nur zwei Tagen ist die Zahl der Patienten von null auf 19 angestiegen“, sagt er. Wieviele noch kommen, ist unklar. FEK-Sprecherin Maren von Dollen ergänzt: „Der Noro-Virus hat uns derzeit voll im Griff.“

Zweimal am Tag treffen sich die Verantwortlichen, um die aktuelle Lage zu besprechen. Die Hygienemaßnahmen wurden stark verschärft und auch die Besucher sind betroffen. „Es gibt ein Besuchsverbot für die Erkrankten, damit sich das hochansteckende Virus nicht weiter ausbreitet“, sagt Ivo Heer. Hygienekräfte reinigen die betroffenen Zimmer zweimal am Tag mit speziellem Desinfektionsmittel. Zusätzlich werden Handläufe, Türklinken und Schränke im Umfeld der Erkrankten mehrmals am Tag keimfrei gemacht. Auf zwei Stationen sind die Betroffenen in Einzelzimmern untergebracht. Erste Platz- und Terminprobleme treten auf. „Vereinzelt mussten wir geplante Eingriffe verschieben. Wir bemühen uns aber nach Kräften, das zu vermeiden“, so Ivo Heer.

Die Hygiene im FEK steht nun an oberster Stelle. Große Schilder mahnen die Besucher, sich vor und nach dem Besuch im Krankenhaus die Hände zu desinfizieren. Die Reinigungskräfte tragen spezielle Masken und Schutzanzüge, um sich nicht anzustecken. Ivo Heer appelliert zudem an Betroffene, bei den ersten Symptomen auf jeden Fall zuhause zu bleiben und nicht gleich ins Krankenhaus zu kommen. „Nur so können wir neue Keimherde vermeiden. Wir sind aber selbstverständlich da, wenn wir gebraucht werden.“ Ganz wichtig: Wer die Krankheit durchgemacht hat, sollte mindestens 48 Stunden danach weiterhin Menschenansammlungen meiden und nicht ins Büro, in Schulen oder Kitas gehen. „Bis zu einer Woche nach dem Ende der Krankheit gilt man noch als potenzieller Übertrager“, sagt Maren von Dollen.

Das Gesundheitsamt der Stadt meldet zudem den Ausbruch von Grippe in Neumünster. Nachdem es im Dezember keinen einzigen bestätigten Fall gab, sind es im Januar gleich vier. Auch Stadtsprecher Stephan Beitz mahnt daher, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Die Stadt hat im Internet unter www.neumuenster.de Informationen zum Noro-Virus zusammengestellt und verweist zu vorbeugenden Maßnahmen auf die Seite www.infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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