Bad am Stadtwald Neumünster : Besucherzahlen ziehen deutlich an

Auch im Winter gehen die Arbeiten im Außenbereich vom Bad am Stadtwald weiter. Der Betonboden für das künftige Nichtschwimmerbecken (unter der blauen Plane) ist gegossen. Das Sprungbecken davor wird ebenfalls saniert. Bad-Chef Tom Keidel hofft, dass im Sommer kommenden Jahres ein Großteil der Außenanlagen schon fertiggestellt werden können.
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Auch im Winter gehen die Arbeiten im Außenbereich vom Bad am Stadtwald weiter. Der Betonboden für das künftige Nichtschwimmerbecken (unter der blauen Plane) ist gegossen. Das Sprungbecken davor wird ebenfalls saniert. Bad-Chef Tom Keidel hofft, dass im Sommer kommenden Jahres ein Großteil der Außenanlagen schon fertiggestellt werden können.

Rund 470 000 Badegäste vergnügten sich 2017 am Hansaring. Die Arbeiten am Nichtschwimmerbecken laufen planmäßig.

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29. Dezember 2017, 08:30 Uhr

Neumünster | Das Bad am Stadtwald zieht eine positive Jahresbilanz. Rund 470 000 Wasserfreunde vergnügten sich in den vergangenen zwölf Monaten am Hansaring und damit so viele wie seit sechs Jahren nicht mehr. Entsprechend zufrieden ist Chef Tom Keidel: „Das war ein extrem erfolgreiches Jahr.“

Den Höhepunkt bildete die Eröffnung der neuen Cabrio-Dach-Halle vor knapp drei Wochen (der Courier berichtete). Bis zu 96 Gäste pro Stunde nutzten in den vergangenen Tagen die acht 50-Meter-Bahnen in dem 1700 Quadratmeter großen Neubau, der vor allem für das Schul- und Vereinsschwimmen errichtet wurde. „Damit sind wir sehr zufrieden“, so Keidel. Wann das Cabrio-Dach geöffnet oder geschlossen wird, liege einzig in der Hand des Schichtleiters. „Wir rechnen mit der einen oder anderen Diskussion mit Gästen. Aber wir haben da eine klare Vorgabe, hinter der das gesamte Team steht.“

Während der Betrieb in der Halle mit Schülern und Vereinssportlern im neuen Jahr voll anläuft, gehen die Arbeiten im Außenbereich planmäßig weiter. Der Betonboden für das künftige Nichtschwimmerbecken ist gegossen und muss jetzt mindestens sechs Monate aushärten, bevor gefliest werden kann. Im Frühling soll der Bereich der Liegewiese hergerichtet werden, vermutlich mit Rollrasen. „Ein Großteil der Anlage wird im Sommer fertig sein“, hofft Keidel. Geplant ist, dass im Frühling 2019 dann auch das Nichtschwimmerbecken und die Außen-Sprunganlage in Betrieb gehen.

Erst dann soll das Hallenbad während der Freibadsaison für dringend notwendige Sanierungs- und Revisionsarbeiten quasi nach drei Jahren Dauerbetrieb geschlossen werden. „2018 bleibt das Hallenbad im Sommer offen“, sagt Keidel. Reparaturen würden bei kurzfristigen spontanen Schließungen an besucherarmen Tagen erledigt.

Stagnierende Zahlen von rund 33 000 vermeldet der Bad-Chef aus dem Sauna-Bereich. „Die neue Textil-Sauna ist leider nicht so angenommen worden, wie wir uns das gedacht haben. Wir werden das aber dennoch fortsetzen“, erklärt Keidel.

Positiv entwickelten sich hingegen das Kursusangebot und die Übernachtungszahlen auf dem Wohnmobil-Stellplatz (WMS) vor dem Bad. Mit gut 40 000 Besuchern trainierten über 3000 mehr als im Vorjahr bei Aqua-Fitness oder anderen Angeboten, auch von externen Anbietern wie dem Kneipp-Verein oder der Rheuma-Liga. Das Kursus-Schwimmbecken war damit quasi dauerhaft ausgenutzt. Die Zahl der Übernachtungen auf dem WMS stieg um rund 200 auf 1800 an. Und: Die Ausbildung zu Meistern und Fachangestellten für Bäderbetriebe für ganz Norddeutschland läuft gut. Fast 70 Nachwuchskräfte in beiden Bereichen machten ihren Abschluss.

Trotz der insgesamt guten Zahlen im Bad am Stadtwald bleibt auch 2017 ein Defizit von rund 3,8 Millionen Euro. Ob die zuletzt 2010 gestiegenen Eintrittspreise im kommenden Jahr angehoben werden, steht aber noch nicht fest. Keidel: „Wir konnten die Preise trotz Kostensteigerungen von 16 Prozent in sieben Jahren bisher immer noch halten.

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